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Was gibt es Neues rund um die Audi Arena Allgäu Oberstdorf?

am 04.12.2017

Die Oberstdorferin Katharina Althaus springt der Konkurrenz davon

Katharina Althaus

Besser hätte der Start in den Olympia-Winter für Skispringerin Katharina Althaus gar nicht laufen können.

Mit ihren Weltcup-Siegen zwei und drei sowie einem weiteren zweiten Platz war die 21-Jährige aus Oberstdorf die prägende Athletin des Auftaktwochenendes im norwegischen Lillehammer. „Ich bin erst mal ein bisschen sprachlos. Es war echt cool. Mich freut es riesig, dass ich es so rübergebracht habe“, sagte Althaus nach ihrem Erfolg. Einen Tag später auf der Großschanze düpierte sie dann die versammelte Konkurrenz: Mit Sprüngen auf 138,5 Meter und 139,5 Meter legte Althaus über 20 Punkte zwischen sich und der Norwegerin Maren Lundby, die Zweite wurde. Vor dem Weltcup-Auftakt hatte Bundestrainer Andreas Bauer zwischen Althaus und Olympiasiegerin Carina Vogt ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Das entfiel auf der Olympia-Schanze von 1994, weil Althaus der Konkurrenz davonsprang. „Ich bin richtig stolz auf die Katharina“, sagte Bauer. An ihren Sprüngen gebe es „gerade sehr wenig auszusetzen“. Trotz verkürzten Anlaufs und schlechterer Windbedingungen sprang die 21-Jährige am zweimal Bestweite auf der Großschanze – und setzte damit gut zwei Monate vor Olympia ein deutliches Ausrufezeichen. Neben Althaus erfüllten auch Vogt und Svenja Würth die Norm für Pyeongchang. Beide sprangen in allen drei Wettkämpfen unter die besten Zehn.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 04.12.2017

am 29.11.2017

"Wir sind auf dem richtigen Weg"

Bauer

Für Bundestrainer Andreas Bauer und die deutschen Skispringerinnen beginnt die Weltcup-Saison in Lillehammer. Warum dem Oberstdorfer vor der Zukunft nicht bange ist

Schon seit einigen Tagen sind die deutschen Skispringerinnen in Lillehammer/Norwegen, um sich in intensiven Trainingseinheiten auf die neue Saison vorzubereiten. Am Donnerstag beginnt auf den Olympia-Schanzen der Winterspiele von 1994 die Weltcup-Saison. Mit Katharina Althaus und Gianina Ernst sind zwei Oberstdorferinnen dabei. Und auch Cheftrainer Andreas Bauer kommt aus dem Oberallgäu. Er spricht im Interview über den vergangenen Sommer, die kommenden Wochen und die Vorfreude auf die Olympischen Spiele.

Bei der deutschen Meisterschaft vor einigen Wochen gab es mit dem Sieg von Katharina Althaus eine Art Wachablösung an der Spitze. Kam das Ergebnis für sie überraschend?

Andreas Bauer: Nein, es ist gelaufen wie erwartet. Katharina ist ihrer Favoritenrolle voll gerecht geworden. Sie hat ein sehr hohes Niveau gezeigt. Und das ist auch für den Rest der Mannschaft enorm wichtig. An dieser Leistung wird man sich auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele orientieren müssen.

Wurden dadurch auch die Rollen von Carina Vogt und Katharina Althaus im Team neu definiert?

Bauer: Das würde ich so jetzt noch nicht sagen. Carina war länger verletzt. Nach dem Teilanriss des Innenbandes musste ihr Knie erst einmal mit einer Schiene ruhig gestellt werden. Sie konnte über zwei Monate gar nicht trainieren. Das ist das Schlimmste für einen Sportler. Carina ist nach wie vor sehr ehrgeizig, eine absolute Siegspringerin. Sie musste in den vergangenen Wochen noch Trainingsrückstand aufholen, war aber zuletzt mit einzelnen Sprüngen schon wieder sehr nah an Katharina dran.

Die Leistungsdichte im deutschen Kader ist mittlerweile sehr hoch. Wird dadurch auch der Druck für die Springerinnen größer?

Bauer: Das stimmt, wir haben im Team ein sehr hohes Niveau, aber dadurch auch sehr hohe Ansprüche. Die Kriterien für den Weltcup sind hart, denn bei den Springen dürfen nur sechs Deutsche an den Start gehen. Und nur wer im Weltcup dabei ist, kann sich für die Olympischen Spiele qualifizieren. Wir haben intern, ähnlich wie die Nordischen Kombinierer, die Qualifikationsnorm für Pyeongchang verschärft. Es reicht nicht mehr, zweimal unter die Top 15 zu kommen. Jetzt sind zwei Platzierungen unter den besten Acht notwendig.

Sie hatten in den vergangenen Wochen das schwere Los, sechs Springerinnen für den Weltcup-Auftakt in Lillehammer auszuwählen ...

Bauer: ... hatte aber auch vier Frauen, die vorab gesetzt waren. Für Lillehammer waren das Carina Vogt, Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Svenja Würth. Sie haben sich das über den Sommer mit Platzierungen unter den besten Sechs verdient. Gianina Ernst und Ramona Straub nehmen die beiden weiteren Plätze ein. Die beiden haben sich in Oberstdorf nach der deutschen Meisterschaft in einer internen Sichtung durchgesetzt. Nächste Woche beim Heim-Weltcup in Hinterzarten ist es schon leichter: Da dürfen zwölf Springerinnen in der nationalen Gruppe ran.

Den Sommer-Grand-Prix haben Sie schon angesprochen. Ihre Springerinnen waren vorne dabei. Ist das ein Gradmesser für den Winter?

Bauer: Es ist zumindest eine Standortbestimmung. Natürlich werden im Winter die Karten wieder neugemischt. Aber wir haben gesehen, dass wir mit unserer Trainingsphilosophie auf dem richtigen Weg sind. Katharina Althaus hat im Sommer in Courchevel mit zehn Punkten Vorsprung vor den beiden favorisierten Japanerinnen gewonnen, auch Carina Vogt war zu diesem Zeitpunkt in bestechender Form. Ich denke, wir sind jetzt auch breiter aufgestellt und haben nicht nur eine Vorzeigeathletin. Wenn mal eine einen schlechten Tag erwischt, haben wir auch ein zweites und drittes Eisen im Feuer.

Das sind beste Voraussetzungen für den Team-Wettbewerb, der in diesem Winter Premiere feiert, oder?

Bauer: Absolut! Da werden wir mit Japan, Österreich und Slowenien zu den Favoriten zählen. Wir haben uns für diesen Wettkampf stark gemacht. Dass das Teamspringen nächstes Jahr bei der WM in Seefeld und dann auch 2021 in Oberstdorf zum Programm gehört, ist für uns schon ein Meilenstein. Irgendwann in den nächsten Jahren wird auch die Großschanze dazukommen, da bin ich mir sicher. Und dann haben die Frauen die gleiche Wettkampfserie wie die Männer.
Geht man als Trainer oder Sportler eine Olympia-Saison anders an?
Bauer: Ich sage immer: Man muss das Rad nicht neu erfinden. Man muss einfach fleißig trainieren. Allerdings verlange ich von meinen Sportlerinnen auch, dass sie hungrig bleiben und innovativ sind. Es geht darum, jede Nische und Möglichkeit auszunutzen, um noch ein paar Punkte mehr rauszuholen.

Olympische Spiele sind für Sportler absolute Höhepunkte der Karriere. Für einen Trainer auch?

Bauer: Ja, natürlich. Ich bin jetzt schon über 20 Jahre im Geschäft, da ist es vielleicht nicht mehr ganz so besonders wie für einen jungen Trainer. Wir waren im Oktober eine Woche im Trainingslager in Pyeongchang und sehr positiv überrascht. Die Wettkampfstätten sind modern und in einem gutem Zustand. Wir haben mit den Südkoreanerinnen auch bei Flutlicht trainieren dürfen. Das war wichtig, denn unsere Wettkämpfe werden – bedingt durch die TV-Übertragungen in Deutschland – erst spät abends stattfinden. Auch unser Quartier haben wir angeschaut. Jetzt wissen wir, was uns erwartet. Die Vorfreude ist riesig!

Text/Interview: Stephan Schöttl, Allgäuer Anzeigeblatt, 29.11.2017

am 27.11.2017

Daumen hoch für das Allgäu

Manfred Baldauf

Manfred Baldauf als Präsident und Herbert John als „Vize“ werden in ihren führenden Positionen des bayerischen Verbands bestätigt. Ein Ziel des BSV ist die Bündelung der Kräfte.

Mit Freude und auch etwas Stolz blickte der Präsident des Bayerischen Skiverbandes (BSV), Manfred Baldauf, auf die vergangene Amtsperiode zurück: „Wir haben viel erreicht und sind als Team im Präsidium sehr eng zusammengewachsen“, erläuterte der Oberstdorfer in seiner Begrüßung der rund 100 Vereinsvertreter, Funktionäre und Gäste, die in das Haus des Sports gekommen waren. „Wir wollen weiter an den begonnenen Themen arbeiten und uns gemeinsam für den Skisport in Bayern einsetzen“, so der alte und neue Präsident weiter. Als Ziele benannte er unter anderem den Ausbau der Positionierung in den Dachverbänden DSV und BLSV, die Bündelung der Kräfte über Vereine und Regionen hinweg sowie die Weiterentwicklung des Verbands in finanzieller und organisatorischer Hinsicht.

Wenn der Bayerische Skiverband ruft, kommen wichtige Vertreter aus den Verbänden. Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbands, gratulierte dem Präsidium zu der Leistung in den vergangenen vier Jahren. „Die Faszination Wintersport zieht alle Altersgruppen in ihren Bann. Aber Faszination alleine reicht nicht aus, wir müssen auch Angebote schaffen.“ Der BSV mache dies vorbildlich, lobte Steinle Manfred Baldauf und sein Präsidium. „Ihr seid das Herz des Skisports, auf die Nachwuchsarbeit made in Bavaria ist Verlass“, schloss er sein Grußwort.

Eine ähnliche Grußbotschaft überbrachte Hanns-Michael Hölz, Präsident von Snowboard Germany: „Es freut mich, dass ihr die Snowboarder so in euren Verband integriert. Euer Vizepräsident Herbert John ist auch Vizepräsident im Snowboardverband Deutschland. Hieran sieht man, wie gut wir auch personell vernetzt sind.“ Auch BLSV-Vizepräsident Bernd Kränzle wünschte dem BSV alles Gute und freute sich über die Erfolgsbilanz bayerischer Schneesportler. Vor allem bot er dem BSV Unterstützung in vielen wichtigen Fragen an und freut sich auf eine weitere Zusammenarbeit im engen Schulterschluss.

BSV-Geschäftsführer Wolfgang Weißmüller gab einen Statusbericht über den Nachwuchsleistungssport und die Sportentwicklung, bevor Manfred Baldauf die Agenda für die nächste Amtsperiode vorstellte. Die anschließende Wahl verlief dann flott und reibungslos. Manfred Baldauf wurde einstimmig als BSV-Präsident wiedergewählt. Die Vizepräsidenten Herbert John (Kempten), Fritz Dopfer, Margit Uhrmann und Engelbert Schweiger wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Alle Referentenpositionen konnten besetzt werden, so steht Präsidium und Geschäftsstelle auch künftig ein starkes Team zur Seite.

Bei den Ehrungen wurden verdiente Persönlichkeiten ausgezeichnet. So nahm beispielsweise Richard Daschner, Leiter der Sparte alpiner Wettkampfsport, den DSV-Ehrenbrief aus den Händen von Präsident Franz Steinle in Empfang. Die goldene Ehrennadel des bayerischen Verbands erhielt unter anderem „Kampfrichterlegende“ Franz Rappenglück, der beispielsweise auch viele Jahre für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen zuständig war.

Allgäuer Anzeigeblatt, 27.11.2017

am 27.11.2017

Durchwachsener Auftakt in den Weltcup-Winter

Geiger Christina

SCO-Athleten sammeln bereits Weltcup-Punkte beim Auftakt.

Jernej Damjan feiert beim Weltcup im finnischen Kuusamo den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere. Mit Sprüngen auf 140 sowie 142 Meter sicherte er sich am zweiten Wettkampftag auf der HS 142 im nordfinnischen Kuusamo überraschend den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere. Der 34-Jährige erzielte insgesamt 301,4 Punkte und setzte sich in einer hochspannenden Entscheidung gegen den Norweger Johann Andre Forfang (136,5 und 142 m; 298,6 P.) durch. Andreas Wellinger sicherte sich mit zwei Sprüngen auf 140 Meter (293 P.) als Dritter den ersten Podiumsplatz des Winters. Bundestrainer Werner Schuster konnte mit dem Abschneiden seiner Athleten mehr als zufrieden sein. Neben Wellinger sammelte auch Markus Eisenbichler dank starker 139,5 Meter im Finale als Fünfter, sowie Richard Freitag (6.) und Stephan Leyhe (9.) Weltcup-Punkte. Komplettiert wurde das mannschaftlich starke Abschneiden des DSV durch Pius Paschke (14.) und Karl Geiger (18.) vom Skiclub Oberstdorf, der nach dem ersten Durchgang sogar auf dem ausgezeichneten 10. Platz lag.

Weltcup-Punkte für Christina Geiger in Killington

Eine eisige Piste, Schneeverwehungen, zum Teil sogar starker Gegenwind für die Läuferinnen - alles andere als ein leichter Slalom erwartete die Ski-alpin-Damen in Killington im US-Bundesstaat Vermont. Christina Geiger hatte sich den Weltcup-Auftakt nach überstandener Lungenentzündung sicherlich etwas leichter gewünscht. Für die deutschen Slalomfahrerinnen war im ersten Durchgang wenig zu holen. Lena Dürr - in Levi noch Sechste - hatte im Ziel einen Rückstand von mehr als drei Sekunden auf Shiffrin. Christina Geiger vom SC Oberstdorf war nur unwesentlich schneller. Da aber auch viele andere Läuferinnen in ähnlichen Bereichen landeten, erreichten beide wie auch Marina Wallner den zweiten Durchgang. Dort präsentierte sich vor allem Wallner überragend. Die Inzellerin schob sich mit der fünftbesten Zeit des zweiten Durchgangs vom 23. auf den neunten Platz nach vorne und packte die halbe Olympia-Norm (einmal Top 8 oder zwei Mal Top 15). Dürr, nach dem ersten Lauf 19., steigerte sich noch auf Platz 16, Tina Geiger (17. nach dem ersten Durchgang) wurde 18. Ihre Teamkollegin vom SC Oberstdorf Jessica Hilzinger schaffte es nicht in die Top 30 und verpasste den zweiten Lauf.

Rydzek bester Deutscher in Ruuka (FIN)

Der vierfache Kombinations-Weltmeister Johannes Rydzek erreichte im finnischen Ruka nach schwachem Auftakt mit Platz 19 den dritten Platz im zweiten Rennen und sorgte damit für den ersten deutschen Podestplatz der Saison. Im Ziel hatte er 32,8 Sekunden Rückstand auf Sieger Watabe, Hirvonen lag 1,1 Sekunden vor Rydzek. Team-Weltmeister Fabian Rießle wurde Elfter (+1:08,3), der fünfmalige Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel kam auf Rang zwölf (+1:09,0) vor Vinzenz Geiger vom SC Oberstdorf auf Platz 13 (+1:10,5).

Beim dritten Weltcup in Ruka konnte Johannes Rydzek dann endlich den ersten Weltcup-Sieg eingefahren. Eric Frenzel kämpfte sich mit einem großartigen Schlussspurt auf Rang 2. Rydzek hatte sich mit seinem Sprung auf 134 Meter eine gute Ausgangsposition für den 10-Kilometer-Langlauf verschafft. Der 25-Jährige startete mit einem Rückstand von 1:07 Minuten auf den besten Springer, Maxime Laheurte (Frankreich/145 Meter), in die Loipe. Auf der letzten 2,5-Kilometer-Runde fiel dann die Entscheidung. Watabe stürzte in der Abfahrt, Frenzel und Rydzek zogen das Tempo an und sicherten sich im Schlussspurt Platz eins und zwei. Routinier Björn Kircheisen arbeitete sich von Platz 18 (+1:49) nach dem Springen auf Rang 12 vor, Manuel Faißt verbesserte sich von 21 auf 17, Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf) fiel von Rang 22. (+2:01) auf 30 zurück.

am 27.11.2017

Johannes Rydzek bucht Olympia Ticket

Johannes Rydzek mit seinen mittlerweile sechs Goldmedaillen

Oberstdorfer gewinnt erstes Rennen und landet vor Eric Frenzel

Zum Jubeln fehlte der Atem, ein kurzes Abklatschen mit dem Teamkollegen musste reichen: Johannes Rydzek hat als erster nordischer Skisportler in diesem Winter gewonnen und sein Olympia-Ticket gebucht. In Ruuka schaffte der Vierfach-Weltmeister von Lahti im dritten Anlauf den Erfolg, nachdem er zum Weltcup-Auftakt als 19. ins Ziel gekommen war und tags darauf hinter dem Japaner Akito Watabe und Eero Hirvonen aus Finnland Platz drei belegt hatte. In seinem Sog steigerte sich auch Olympiasieger Eric Frenzel enorm: Er belegte nach einer ganz starken Aufholjagd Platz zwei. „Jetzt bin ich happy“, sagte der erleichterte Rekord-Weltmeister Rydzek nach seinem Sieglauf. Ausschlaggebend waren seine läuferischen Fähigkeiten und sein gewachsenes taktisches Geschick.

„Die Jungs haben ihre läuferischen Qualitäten, die sie sich in hartem Training erarbeitet haben, in die Waagschale geworfen. Und sie haben in der Renntaktik alles richtig gemacht“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Er lobte vor allem Frenzel. Der fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinner, der zum nach einem vom Wind verwehten Sprung den Wettbewerb aufgegeben und auch am Samstag nur Platz zwölf belegt hatte, stürmte vom 15. Rang nach dem Springen und 1:27 Minuten Rückstand auf die Spitze los und hatte nach 7,5 Kilometern den Anschluss geschafft. „Mir kam zugute, dass vorn das Tempo gedrosselt wurde, so konnte ich mich etwas erholen und dann am letzten Anstieg noch mal attackieren“, erzählte der Oberwiesenthaler.

Der starke Abschluss in Kuusamo übertüncht aber ein wenig die Probleme der deutschen Kombinierer auf der Schanze. „Da haben wir noch ganz viel Luft nach oben“, meinte Frenzel. Sprungtrainer Ronny Ackermann präzisierte: „Uns fehlt noch das Selbstvertrauen und die Stabilität im Flug.“ Man sei im Gegensatz zu vielen Kontrahenten zu wacklig während der Luftfahrt, die Ski blieben nicht in einer Position zum Körper. Beleg dafür war das Scheitern von Fabian Rießle in der Sprung-Qualifikation am Sonntag nach einem Fehler beim Absprung. Auffällig beim Saison-Auftakt: Die Spitze ist massiv zusammengerückt. Mit Espen Andersen aus Norwegen und dem Finnen Eero Hirvonen schafften zwei Athleten erstmals den Sprung aufs Siegerpodest. (dpa)

am 23.11.2017

Auf dem Sprung

Vinzenz Geiger

Vinzenz Geiger (20) aus Oberstdorf hat große Ziele. Im Sommer wurde er mit Johannes Rydzek deutscher Vizemeister, jetzt beginnt in Finnland die Weltcup-Saison.

Die letzten Tage daheim in Oberstdorf hat Vinzenz Geiger noch einmal richtig genossen. Zeit für Freunde und Familie, Training in gewohnter Umgebung, Nächte im eigenen Bett. In den kommenden Monaten wird der 20-Jährige, der so heimatverbunden ist, größtenteils auf all das verzichten und in Hotels auf der ganzen Welt aus dem Kofferleben müssen. Für Geiger und die deutschen Kombinierer beginnt in Ruka/Finnland die neue Weltcup-Saison. Vier Monate, in denen sie mit der Rolle der Gejagten klarkommen müssen. Denn zuletzt war das Team so dominant wie nie zuvor. Johannes Rydzek, auch ein Oberstdorfer, hat bei der WM in Lahti alle vier Titel gewonnen, Eric Frenzel zum fünften Mal den Gesamtweltcup und das Team die Nationenwertung. Bei einigen Weltcups standen sogar ausschließlich Deutsche auf dem Podest.

Mindestens bis Januar ist auch Geiger gesetzt im Weltcup-Team des Deutschen Skiverbands (DSV). Die Ziele des Talents aus dem Allgäu
klingen verhältnismäßig bescheiden: „Natürlich will ich immer noch ein bisschen besser werden. Erst einmal geht es aber darum, sich im Weltcup zu etablieren.“ Über jede einzelne Top-10-Platzierung werde er sich in diesem Jahr schon riesig freuen. Ob es bereits in Ruka dafür reicht, ist fraglich. Geiger laborierte in den vergangenen Tagen noch an einem Infekt. Wird der 20-Jährige konkret auf seine sportliche Zukunft angesprochen, wird deutlich, mit welchem Ehrgeiz er die Sache angeht. „Klar will ich irgendwann mal ganz oben sein, einen Weltcup gewinnen, Weltmeister werden. Es wäre ja auch komisch, wenn man solche Ziele nicht hätte“, meint Geiger. Im Nachwuchsbereich hat er den Kombinierer-Gipfel bereits erklommen.

Im Januar 2017 wurde er in Soldier Hollow/USA im Einzelwettbewerb über fünf Kilometer Juniorenweltmeister. Mit einem ähnlichen Erfolg hatte sechs Jahre zuvor auch die große Karriere von Johannes Rydzek begonnen, auch er hatte damals bei einer Nachwuchs-WM Gold gewonnen. Der 25-Jährige ist seit mittlerweile fast drei Jahren Geigers Trainingspartner, im Sommer sind die zwei Oberstdorfer zusammen deutscher Vizemeister geworden. „Es war für mich schon etwas Besonderes. Johannes ist einer der besten Athleten der Welt. Ist doch klar, dass mich das noch zusätzlich motiviert hat“, meint Geiger. Ohnehin geht er mit dem Konkurrenzkampf im deutschen Team recht gelassen um. Das Weltklasse-Niveau selbst im Training bringe jeden Einzelnen Tag für Tag ein Stückchen weiter. Geiger sagt: „Wenn man weiß, wo man hin will, muss man sich mit den Besten messen.“ Dass diese meist älter und erfahrener sind, stört ihn nicht. Jeder sei auf sich selbst fokussiert, einen Leistungsvergleich gebe es unter den Athleten nicht. Die Trainer behalten Sprungweiten und Laufzeiten mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang freilich mehr im Auge. Sie haben letztlich die Qual der Wahl. Auch Geiger sagt: „Ich will auf jeden Fall zu Olympia. Wenn alles zusammenpasst, habe ich eine Chance. Aber selbst, wenn es dieses Mal noch nicht klappt, bricht für mich keine Welt zusammen. Dann halt in vier Jahren.“ Die entsprechende Vorarbeit hat der 20-Jährige bereits geleistet: Im Frühjahr hat er die Abiturprüfungen bestanden, nach kurzer Pause folgten Training, Training und noch einmal Training. Zwei Einheiten täglich bei lediglich einem Ruhetag pro Woche. Die Intensität wurde im Vorfeld dieser Saison noch einmal erhöht. Vor allem im Ausdauerbereich. „Nachdem die zusätzliche Belastung durch die
Schule jetzt weggefallen ist, fühle ich mich im Training befreiter“, erklärt er. Dass ihm das guttut, hat der Allgäuer bei den Wettkämpfen im Sommer bewiesen. Doch trotz guter Ergebnisse dämpft er die Erwartungen: Die Wettkämpfe auf Matten und Skirollern seien kein Gradmesser für den
Winter. „Man kann sich natürlich entsprechend Selbstvertrauen holen. Aber beim Weltcup-Auftakt wird alles wieder auf Null gestellt“, sagt der Oberstdorfer.

Er fühle sich gut, baue bei den Wettkämpfen auch auf einen zusätzlichen Schub durch die Emotionen auf der Schanze und in der Loipe. Emotionen, denen er auch bei einem seiner großen Hobbys freien Lauf lässt: Schafkopf. „Leider können das in unserem Team noch nicht genügend Leute. Aber wir werden’s ihnen in diesem Winter beibringen“, meint er lachend.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 23.11.2017

am 20.11.2017

Der Skiclub Oberstdorf findet neuen Namenssponsor für die Schattenbergschanze

Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport-Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“

Vor dem Start in die neue Event-Saison mit zahlreichen Wintersport Highlights bekommt die bekannte WM-Arena am Schattenberg in Oberstdorf einen neuen Namen. Ab 1. Dezember heißt das Stadion offiziell „Audi Arena Oberstdorf“. Audi löst damit nach 13 Jahren die Erdinger Brauerei als Namensgeber ab. Audi ist bereits seit mehreren Jahren aktiver und vertrauter Kooperationspartner der Skisport-und Veranstaltungs GmbH.

„Wir freuen uns, Audi als neuen Namensgeber gewonnen zu haben. Audi passt als starker regionaler, nationaler und internationaler Partner im Wintersport ideal zu einem der schönsten Skisprungstadien weltweit“, kommentiert der Vorsitzende des Skiclub Oberstdorf, Dr. Peter Kruijer die Neuigkeit.

Ob vor Ort in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen oder live im TV: Rund um Neujahr ist die Vierschanzentournee das Wintersport-Highlight schlechthin. Audi engagiert sich seit mehreren Jahrzehnten als aktiver Förderer des Wintersports, und ist Presenting-Sponsor der traditionellen Vierschanzentournee.

Für die Marketing Abteilung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH gab es im Vorfeld bereits viel zu tun, denn der komplette Werbeauftritt der Arena wird grundlegend verändert. Bereits bis Anfang Dezember soll die Umstellung aller bisherigen Werbemittel von der Homepage bis zu den Eintrittskarten erfolgt sein.

am 16.11.2017

Johannes Rydzek und Viessmann verlängern vorzeitig ihre Zusammenarbeit

Johannes Rydzek

Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination und Allendorfer Familienunternehmen seit 2007 Partner

Johannes Rydzek, Rekord-Weltmeister in der Nordischen Kombination, und die Viessmann Group, einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen, haben vorzeitig ihre ursprünglich bis Juni 2018 datierte Zusammenarbeit als Hauptsponsor bis Sommer 2021 verlängert. Der 25-jährige Oberstdorfer wird damit noch mindestens bis zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 in seiner Heimatstadt Oberstdorf Partner des Familienunternehmens aus dem hessischen Allendorf sein.

Seit 2007 besteht die Partnerschaft zwischen dem deutschen Vorzeigekombinierer und Viessmann . Als damals 15-jähriger hatte er über das Junior-Team des Deutschen Skiverbandes die erste Förderung durch Viessmann erfahren. Nach der olympischen Bronzemedaille 2010 in Vancouver erhielt Rydzek seine erste Individualvereinbarung. Nun einigten sich der Allgäuer und die Viessmann Group auf eine frühzeitige Vertragsverlängerung des Hauptsponsorings bis zum 31. August 2021.
Der Oberstdorfer, der bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Lahti mit vier Goldmedaillen zum herausragenden Athleten avancierte, ist ein wichtiger Partner in der Sponsoringstrategie der Viessmann Group. Neben Partnerschaften mit Individualsportlern und Verbänden zählt hierzu beispielsweise auch die Namensgebung des Viessmann Weltcups der Nordischen Kombination.

„VIESSMANN legt als Familienunternehmen sehr viel Wert auf ein langfristiges und vertrauensvolles Handeln und auf eine zuverlässige Zusammenarbeit. Wir freuen uns deshalb außerordentlich, dass wir Johannes Rydzek auf seinem erfolgreichen Weg weiterhin begleiten dürfen”, so Torsten Stark, Sponsoringleiter bei Viessmann. „Partnerschaften wie die zu Johannes, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt, sind ein exemplarischer Ausdruck unserer Werte”, betont Stark.

“Ich freue mich sehr, dass wir noch vor der Olympiasaison die Zusammenarbeit ausbauen und verlängern konnten. Viessmann ist für mich seit meiner Jugend ein verlässlicher und elementarer Partner. Ich bin sehr stolz und glücklich über die herausragende Zusammenarbeit”, erklärt Johannes Rydzek.

am 14.11.2017

Tickets für das Auftaktspringen jetzt noch sichern!

Volles Stadion bei der Vierschanzentournee

Vierschanzentournee: Ticket-Vorverkauf läuft auf Rekordkurs

Früher als in den Jahren zuvor ist bei den deutschen Skisprungfans die Vorfreude auf das erste große Wintersport-Highlight im Allgäu entfacht. Nach dem Start des Skisprung-Weltcups in Wisla (POL) mit dem 4. Platz von Richard Freitag im Einzelspringen, boomt der Vorverkauf für das Auftaktspringen der 66. Vierschanzentournee in Oberstdorf (29./30. Dezember) weiter. „In der ersten Staffel des Vorverkaufs haben wir zunächst Ticketpakete für beide Tage, also Qualifikation und Wettkampf zusammen, verkauft. Bereits hier war die Nachfrage noch stärker als in den Jahren zuvor. Seit dem Start des Weltcups mit der guten Mannschaftsleistung der deutschen Skispringer geht’s nun richtig rund“, erklärt Florian Weidel, Geschäftsführer der Vierschanzentournee und Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf.

Generalsekretär Florian rechnet wieder mit über 35.000 Zuschauern für die beiden Veranstaltungstage in Oberstdorf. „Vor den olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) steht die Vierschanzentournee noch mehr im öffentlichen Fokus, denn für die Teams ist die Tournee der erste große Gradmesser im Olympiawinter.“

Karten für das erste große Wintersport-Highlight 2017/18 im Allgäu werden in einigen Kategorien bereits knapp, so sind die Blöcke C, D Premium, Block B1, Block B2, Block H, Block Z1, Block Z2, Block E1 (Kat. II) bereits voll. Die Sitzplätze sind seit längerem restlos ausverkauft. Wer noch rechtzeitig Tickets für das Auftaktspringen ergattern möchte, dem empfehlen die Organisatoren den Online-Shop unter www.arena-ticket-allgaeu.de und die Tickethotline 08322/8090-350.

am 14.11.2017

Rollerbahn im Langlaufstadion Ried wegen Wintereinbruch offiziell gesperrt!

Skiroller

Aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage sowie der Gefahr durch Glätte auf den Strecken bei Minustemperaturen ist der Betrieb auf der Oberstdorfer Rollerbahn ab 12.11.2017 offiziell gesperrt!

Aufgrund der Schneefälle sowie der Gefahr durch Glätte auf den Strecken bei Minustemperaturen ist der Betrieb auf der Oberstdorfer Rollerbahn ab 12.11.2016 offiziell gesperrt! Abfahrten und Streckenbereiche im Schatten können aufgrund der Schneefälle und der nächtlichen, kalten Temperaturen bereits vereisen und bei entsprechender Witterung sehr glatt werden. Auch die Beschneiungsgeräte sind bereits auf den Strecken positioniert und angeschlossen. Eine lange Sommersaison mit zahlreichen Trainingseinheiten geht damit zu Ende. Nicht nur nationale und internationale Leistungssportler zeigten sich begeistert von der attraktiven Trainingsanlage im Ried sondern auch unzählige Freizeit- und Breitensportler.

Wir bedanken uns bei unserem Rollerbahnteam um Max Braxmair und Leo Schraudolf sowie der gesamten Arbeitsgruppe für die hervorragende Betreuung und Pflege der Rollerstrecken über die gesamte Sommersaison.