News

Was gibt es Neues rund um die Audi Arena Allgäu Oberstdorf?

31 bis 40 von 1095123456789
am 29.05.2018

Aktionstag für Menschen mit Behinderungen am 10. Juni

Rollstuhlfahrer auf der Aussichtsplattform

Die deutschen Seilbahnunternehmen und der VDS bieten bereits seit vielen Jahren spezielle Initiativen und Aktionstage für Menschen mit Behinderungen an.

Berge und Behinderung – das schließt sich keineswegs aus. Im Gegenteil: Schließlich gelangen dank der Seilbahnen auch jene auf die Gipfel, die über wenig oder gar keine alpinistischen Fähigkeiten verfügen. Zahlreiche deutsche Seilbahnen verfügen über eine behindertengerechte Ausstattung und bringen so Menschen mit Handicap die Bergwelt näher. Gute Tradition ist der sogenannte Aktionstag, an dem Gäste mit Behinderung kostenfrei nach oben gelangen.

Die Audi Arena beteiligt sich gerne am Aktionstag des Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e.V. und befördert am Sonntag, den 10.06.2018 Menschen mit Behinderungen (ab 60% mit Ausweis) kostenlos. Eine Begleitperson wird ebenfalls kostenlos befördert, wenn sie im Ausweis des Behinderten eingetragen ist.

am 22.05.2018

Oberstdorf präsentiert beim FIS Kongress

FIS Tagung Griechenland

Mit einer kleinen Delegation reiste die Skisport- und Veranstaltungs Gmbh zum 51. FIS-Kongress ins „klassische Wintersportland“ Griechenland. In Costa Navarino wartete auf die WM-Geschäftsführer Florian Stern und Robert Büchel sowie den SCO-Vorstand Dr. Peter Kruijer ein wahrer Sitzungsmarathon, bestehend aus Sitzungen, Meetings und Präsentationen.

Einige wichtige Entscheidungen wurden auf den Weg gebracht. In den verschiedenen Komittees wurden u.a. die Wettkampfkalender für die kommende Saison bestätigt. Oberstdorf und das Allgäu sind auch 2018/2019 wieder mit attraktiven Highlights im Weltcup-Kalender vertreten: Das Auftaktspringen der Vierschanzentournee findet am 29./30.12.2018 statt, vom 02./03. Januar 2019 ist Oberstdorf ebenfalls wieder Etappenort der Tour de Ski. Und nach den erfolgreichen FIS-Weltmeisterschaften 2018 wird es auch 2019 vom 01. bis 03. Februar wieder ein Skifliegen auf der umgebauten Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Stillachtal geben. Und zum Abschluß des Winters kehren dann noch die Damen beim Weltcup Skispringen vom 15. bis 17. Februar 2019 auf die Großschanze der Audi Arena zurück.

Auch im Kalender der Nordischen Kombinierer ist Oberstdorf wieder vertreten. In diesem Sommer findet der Sommer Grand-Prix der weltbesten Kombinierer vom 23. bis 25. August 2018 in Oberstdorf statt. Der größte Nachwuchsevent der NK, der FIS Youth Cup wurde ebenfalls wieder nach Oberstdorf vergeben. Die besten internationalen Nachwuchs-Kombinierer der Mädchen und Jungen sind ebenfalls vom 22. bis 26. August zu Gast in Oberstdorf.

Oberstdorf präsentierte sich eindrucksvoll mit dem Abschlussbericht der FIS Weltmeisterschaften im Skifliegen 2018 und Robert Büchel informierte das Komitee und die über 1200 Teilnehmer über den Stand der Vorbereitungen zu den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2021. In den Sitzungen wurden auch bereits Entscheidungen für das Wettkampfprogramm der Vor-WM 2020 und WM 2021 getroffen. Bei den Weltmeisterschaften in Oberstdorf (GER) wird es erstmals im Skispringen auch einen Teamwettkampf der Damen und im Rahmen der Vor-WM 2020 ein Nordic Weekend mit zwei Weltcup-Veranstaltungen im Langlauf und der Nordischen Kombination geben. 2019/20 sowie 2020/21 ist deshalb Oberstdorf nicht mehr Etappenort der Tour de Ski im Langlauf.

Entschieden wurde auch, wer die Nordische Ski-WM 2023 ausrichten darf. Das slowenische Planica setzte sich im vierten Versuch etwas überraschend klar mit 9:6 Stimmen gegen Trondheim (Norwegen) durch. Auch im FIS Council standen Neuwahlen auf der Agenda. Gian Franco Kasper (SUI) wurde wiederum zum Präsidenten gewählt. Der Schweizer steht seit nunmehr zwei Jahrzehnten der FIS vor. Eine breite Mehrheit konnte auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann für sich verbuchen. Er wurde als Mitglied des FIS-Councils für die nächste, zweijährige Amtsperiode bestätigt.

am 15.05.2018

Johann Pichler aus Bischofshofen ist neuer Tournee-Präsident

Symbolische Adlerübergabe an den neuen Tournee-Präsidenten

62-jähriger tritt Nachfolge von Michael Maurer an

Historischer Wechsel: Johann Pichler vom Skiclub Bischofshofen ist neuer Präsident der Vierschanzentournee der Skispringer. Das gab das Organisationskomitee jetzt im Rahmen der Tournee-Frühjahrstagung in München bekannt. Mit dem 62-jährigen steht erstmals in der 66-jährigen Geschichte der Tournee ein Vertreter vom Skiclub Bischofshofen an der Spitze der bedeutendsten Wintersportserienveranstaltung der Welt. Pichler löst Michael Maurer vom Skiclub Partenkirchen ab, der in den vergangenen drei Jahren Tourneepräsident war. Gleichzeitig wechselt auch die Geschäftsstelle der Vierschanzentournee von Garmisch-Partenkirchen nach Bischofshofen.

„Das ist natürlich eine besondere Ehre für mich, dass ich der Erste aus Bischofshofen in diesem Amt sein darf“, erklärte Pichler, als er bei der symbolischen Amtsübergabe den goldenen Tournee-Adler, die Trophäe der Vierschanzentournee, von Michael Maurer in Empfang nahm. Pichler ist in der internationalen Ski-Szene bestens vernetzt und als Funktionär im Skispringen weltweit geschätzt. 21 Jahre lang war der heute 62-jährige als Sprungrichter und auch Technischer Delegierter des internationalen Ski-Verbandes FIS in über 120 Wettkämpfe involviert. 18 Jahre lang war er zuletzt Geschäftsführer des Skiclubs Bischofshofen und damit auch Leiter des Organisationskomitees beim Finale der Vierschanzentournee am Dreikönigstag. Seit zwei Jahren ist Pichler geschäftsführender Präsident beim Skiclub Bischofshofen, als Nachfolger von Hermann Schütter. Im Skiclub Bischofshofen ist Johann Pichler seit 38 Jahren aktiv und seit dieser Zeit engagiert er sich auch für die Tournee. „Ich habe damals als Schaufler im Auslauf angefangen“, erinnert sich Pichler schmunzelnd an die Anfänge seiner Karriere zurück.

„Mit dir habe ich wirklich einen würdigen Nachfolger. Ich übergebe das Amt in beste Hände“, erklärte der scheidende Tourneepräsident Michael Maurer im Rahmen der traditionellen Frühjahrstagung der Vierschanzentournee, zu der nicht nur die Vertreter der Verbände FIS, DSV und ÖSV, sondern auch die TV- und Vermarktungspartner, sowie die wichtigsten Tournee-Dienstleister erschienen waren, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Der Wechsel an der Spitze der Vierschanzentournee erfolgte turnusmäßig. Vor über 15 Jahren haben die Präsidenten der vier Partnervereine Skiclub Oberstdorf, Skiclub Garmisch-Partenkirchen, Sportclub Bergisel und Skiclub Bischofshofen beschlossen, dass der Vorsitz der Tournee meist im drei- bis maximal fünfjährigen Rhythmus und im Wechsel zwischen deutschen und österreichischen Partnern alternieren soll. Johann Pichler ist der siebte Präsident der Vierschanzentournee und der dritte Österreicher in diesem Amt. Die bisherigen Präsidenten waren Putzi Pepeunig (Innsbruck, 1952 bis 1986), Hans Ostler (Garmisch-Partenkirchen, 1986 bis 2003), Dietmar Hemerka (Innsbruck, 2003-2006), Claus-Peter Horle (Oberstdorf, 2006 bis 2010), Alfons Schranz (Innsbruck, 2010 bis 2015) und Michael Maurer (Garmisch-Partenkirchen, 2015 bis 2018).

Text und Bild: Ingo Jensen

am 07.05.2018

Sonderaktionen für alle Väter und Mütter

Vater_Muttertagsaktion 2018

Besondere Angebote der Audi Arena am 10. und 13. Mai 2018

Schon bald ist es wieder soweit: Vatertag (10. Mai) und Muttertag (13. Mai) stehen vor der Türe. Oft fehlt es an diesen Tagen an der passenden Geschenkidee für die Eltern. Und dabei müssen es ja nicht immer Blumen oder Pralinen sein – wie wäre es denn mal mit einem Besuch in der Audi Arena?

Besichtigen Sie eines der schönsten Skisprungstadien der Welt, und fahren Sie bequem mit dem Schrägaufzug und dem gläsernen Panoramaaufzug bis auf die Panoramaplattform, von dort haben Sie einen tollen Blick über Oberstdorf und die umliegende Bergwelt.

Und für alle Besucher haben wir für diese Ehrentage eine kleine Besonderheit in der Erdinger Sportalp: jeder Papa bekommt am 10. Mai ein kleines Erdinger Weißbier/Erdinger Alkohol, jede Mama erhält am 13. Mai ein Glas Aperol.

Die Aktionen gelten nur an den angegebenen Tagen für Besucher der Audi Arena und nur in Verbindung mit einer gültigen Eintrittskarte.

am 23.04.2018

Großartige Aufholjagd beschert Platz 2 im Jugendcup

Jugendcup Saas-Fee

Der Pokal bleibt, wo er war. Zum siebten Mal hintereinander gewann die Mannschaft aus Courchevel den Jugendcup der Internationalen Skizentren im Alpenraum, der in diesem Jahr in Saas-Fee/Schweiz stattfand

Der Pokal bleibt, wo er war. Zum siebten Mal hintereinander gewann die Mannschaft aus Courchevel den Jugendcup der Internationalen Skizentren im Alpenraum, der in diesem Jahr in Saas-Fee/Schweiz stattfand. Doch den Oberstdorfern gelang am zweiten Renntag eine Aufholjagd, die es in den 53 Jahren dieses Wettbewerbes noch nie gegeben hat. Vom fünften und damit letzten Platz im Slalomwettbewerb nahmen die alpinen Renntalenten aus dem Allgäu im Riesenslalom das Herz in die Hand und holten sich mit Topergebnissen am Ende noch den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Entsprechend glücklich kehrte die Delegation mit 29 jungen Rennfahrern, acht Trainern und Betreuern und einer ganzen Reihe Eltern aus der Schweiz zurück nach Oberstdorf.

Beim 53. Internationalen Jugendcup in Saas-Fee traten zwei Tage lang die besten 150 Jungtalente zwischen zwölf und 16 Jahren aus Oberstdorf (Deutschland), Madesimo (Italien), Courchevel (Frankreich) und Schruns (Österreich) im Slalom und Riesenslalom gegeneinander an. Das Wetter wollte erst nicht so richtig mitspielen. Die Plattjenpiste in Saas-Fee war am Dienstagmorgen in dichten Schnee gehüllt, als die Nachwuchstalente aus den fünf Nationen im Slalom gegeneinander antraten. Für die Oberstdorfer endete der Wettbewerb trübe und enttäuschend. Der fünfzigprozentige Ausfall der deutschen Teilnehmer war auch durch die guten Ergebnisse von Marie-Therese Haller und Sophie König nicht wett zu machen. Die beiden Mädchen hatten sich im Jahrgang 2006/07 den zweiten und dritten Rang geholt. Punkte sammelten auch Fabienne Beck und Amelie Vogg als Sechste und Siebte. Bei den älteren Mädchen holte auch Paulina Agsteiner mit Rang 2 noch wichtige Punkte heraus. Ebenfalls einen zweiten Platz gab es für Fabian Endras (Jahrgang 2004). Auch Elina Lipp holte in der Altersklasse 2002/03 mit dem vierten Rang noch ein paar Kastanien aus dem Feuer. Insgesamt elf Ausfälle waren jedoch nicht auszubügeln, sodass am Ende nur der letzte Platz für die Oberstdorfer blieb.

Ganz anders zeigte sich der Folgetag. Nicht nur die Sonnenstrahlen kämpften sich durch die Wolkendecke. Auch die Sieger im Riesenslalom hatten allen Grund zum Strahlen. Die Oberstdorfer holten sich in allen Jahrgängen insgesamt acht Podestplätze und reihenweise Ränge unter den Top Ten. Ganz stark waren hier die Mädchen der Jahrgänge 2006/07. Marie-Therese Haller, Amelie Vogg, Sophie König, Fabienne Beck und Rubina Amann belegten die Plätze 1 bis 5. Podestplätze gab es auch für Elina Lipp (3.) Max Geissler-Hauber (1.), Benno Brandis (1.) und Hannes Ammann (3). „Eine unglaublich starke Leistung in einer spannenden Aufholjagd, wie sie in all den Jahren im Jugendcup noch nie da gewesen ist“, freute sich der Sportwart Alpin vom Skiclub Oberstdorf, Cornel Becherer.

Die Gesamtwertung jedoch gewannen zum siebten Mal die Franzosen aus Courcehvel. Zum siebten Mal in Folge nahmen sie den Pokal nach Hause. 1. Courchevel ( FRA) 704 Punkte 2. Oberstdorf (GER) 585 Punkte 3. Schruns ( AUT) 534 Punkte 4. Madesimo (ITA) 520 Punkte 5. Saas-Fee (CH) 468 Punkte

Jugend-Cup Präsident Thomas Kretschmer freute sich beim festlichen Ausklang in Saas-Fee, die anderen vier Nationen zum 54. Jugend-Cup vom 1. bis 4. April 2019 nach Oberstdorf einzuladen. Denn im nächsten Jahr sind wieder die Allgäuer an der Reihe, die traditionelle Jugendskiveranstaltung, dann zum elften Mal seit 1969, auszutragen.

am 03.04.2018

Die Gewinner des Osterrätsels 2018 stehen fest!

Aushang Osterrätsel 2018

Vom 30. März bis 02. April fand in der Audi Arena Oberstdorf das „Kinder Osterrätsel 2018“ statt. Jetzt stehen die glücklichen Gewinner fest!

Die Gewinner unsereres „Kinder Osterrätsel 2018“ stehen fest. Viele kleine Besucher gingen in einem der schönsten Skisprungstadien der Welt auf eine spannende Ostereiersuche und konnten das richtige Lösungswort "Olympiasieg" anhand von gefundenen Buchstaben richtig ermitteln. Jeder Teilnehmer, der das Lösungswort auf der Anwortkarte an der Kasse der Audi Arena abgegeben konnte, bekam als Belohnung einen lustigen Schoko-Osterhasen geschenkt.

Aus den vielen richtigen Antworten wurden weitere attraktive Gewinne verlost. Folgende Kinder können sich über ihre Gewinne freuen:

  • Henry S. aus Bielefeld
  • Luise W. aus Schönwalde
  • Nele R. aus Ditzingen
  • Mattis S. aus Köln
  • Felix S. aus Karsbach

Die Preise werden in den nächsten Tagen an die Gewinner versendet!

am 27.03.2018

Kids Day für die Stars von Morgen

Kidsday2018

Saisonsausklang (Meet & Greet) mit dem Team von Allgäu Ein&zwanzig - Freut euch auf ein gemeinsames Training mit euren Idolen und bekannten Langlaufassen

Allgäu ein&zwanzig möchte mit euch, den Stars von Morgen den Winter 2018 verabschieden und ein letztes Mal im WM-Langlaufstadion Ried eine Trainingsrunde auf den Langlaufski drehen. Wir treffen uns am 03. April um 11:00 Uhr im Stadion. Was wir mit Euch vorhaben? Ein bißchen Training und viel Spaß auf Langlaufski. Mitbringen müsst Ihr nur eure Langlaufausrüstung.

Wir freuen uns auf Euch!

am 27.03.2018

Heiße Debatte um den WM-Team-Wettbewerb

DSV Springerinnen werben für Teamspringen

Am Rande des Weltcup-Finales in Oberstdorf gibt es harsche Kritik am Österreichischen Skiverband, der bei der Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld wohl keinen zusätzlichen Wettkampf ins Programm aufnehmen will. DSV-Trainer Bauer spricht sogar von einem Skandal

Da waren sich Veranstalter, Verbände, Sportlerinnen und Fans einig: Das Weltcup-Finale in Oberstdorf war Werbung pur für das Frauen-Skispringen. Sara Takanashi, Maren Lundby und Daniela Iraschko-Stolz lieferten sich an beiden Tagen einen hochklassigen und spannenden Dreikampf um die Einzelsiege, und auch die hauchdünne Entscheidung um den Gewinn des Nationencups elektrisierte alle Beteiligten. Am Ende feierten die deutschen Skispringerinnen eine Party in Schwarz-Rot-Gold, nachdem sie einen Minimal-Vorsprung von fünf Punkten gegenüber Japan ins Ziel gerettet haben.

Nach Friede, Freude, Eierkuchen gab es in Oberstdorf aber schon bei der anschließenden Pressekonferenz deutliche Worte und scharfe Kritik von Sportlerinnen und Trainern, was die Weiterentwicklung des Frauen-Skispringens betrifft. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz, mit 34 Jahren die älteste Springerin im Weltcup, machte die erste deutliche Ansage in Richtung ihres eigenen nationalen Verbandes. Sie verstehe es überhaupt nicht, dass der ÖSV keinen Team-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM 2019 ins Programm aufnehmen möchte, obwohl der Internationale Skiverband dafür den Weg längst freigemacht habe. „Wer hier in Oberstdorf dieses emotionale Finale im Nationencup gesehen hat, diese vielen glücklichen Mädchen, der hat gesehen, wie spannend ein solcher Team-Wettkampf sein kann.“ Iraschko-Stolz hatte sich mit ihren österreichischen Teamkolleginnen bereits zuvor zu einem Foto zusammengestellt, auf dem sie ein Plakat mit der Aufschrift „Praying 4 Teamcompetition World Championship Seefeld“ in die Kamera halten. Sie würden also gemeinsam für einen Team-Wettbewerb bei der WM nächstes Jahr beten. Auf Facebook forderten sie: „Bitte lasst uns auch nächste Saison das Land Österreich in der nationalen und internationalen Sportwelt stolz vertreten. Keinen Damenteambewerb auszutragen wäre ein herber Rückschlag für den gesamten Damensprungsport und für Österreich einfach nur traurig.“

Übrigens: auch die deutschen Top-Springerinnen beteiligten sich an dieser Klein-Demonstration und ließen sich mit dem Plakat fotografieren.
Iraschko-Stolz legte bei der (in Englisch gehaltenen) Pressekonferenz verbal nach: „Ich werde dafür kämpfen, dass die Verantwortlichen im ÖSV ihre Meinung ändern.“ Und: Sie selbst wäre „nicht mehr stolz , eine Österreicherin zu sein, wenn dieser Team-Wettbewerb in Seefeld weiterhin abgelehnt werden würde.“

Auch Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen sprach sich klar für das Frauen-Vierer-Team in Seefeld aus. Sie werde über die Athletensprecherin Sarah Hendrickson (USA) die mehrheitliche Meinung der Skispringerinnen an die FIS weitergeben und hoffe, das das Programm sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Olympischen Spielen künftig ausgeweitet werde.

Der deutsche Bundestrainer Andreas Bauer ging noch einen Schritt weiter. Er sprach von einem „Skandal“, dass der ÖSV sich gegen den Team-Wettbewerb wehre, obwohl es einen dazu einen letztes Jahr in Portoroz (Slowenien) verabschiedeten Beschluss vom Vorstand des Internationalen Skiverbandes gebe. Als Gegenargument, so Bauer, kenne er aus Seefeld nur die angeblich zu hohen Kosten: „Aber das ist für mich eine vorgeschobene und fadenscheinige Ausrede“, sagte Bauer und fuhr fort: „Bei einer WM sind die Schanzen präpariert, die Medien vor Ort, da kann man gut und gerne einen Wettkampf mehr durchführen.“ Vom Österreicher Paul Ganzenhuber, dem Vorsitzenden des FIS-Komitees für Kalenderplanung, habe Bauer gehört, dass der FIS-Beschluss beim Kongress Mitte Mai in Griechenland durchgewunken werde. Der DSV-Trainer kann die Ablehnung aus Seefeld nicht verstehen: „Man hat hier in Oberstdorf gesehen, wie viele starke Teams es gibt. Selbst Österreich hat neben den routinierten Springerinnen mit Eva Pinkelnig und der jungen Lisa Eder jetzt eine richtig starke Mannschaft, die um die Medaillen mitspringen kann.“

Trotz des Saisonendes stehen dem Frauen-Skispringen also spannende Wochen und Monate bevor. Es bleibt abzuwarten, ob der ÖSV und die WM-Organisatoren in Seefeld auf die Forderungen und Wünsche von FIS und Athletinnen reagieren oder auf den Veranstaltervertrag pochen, den sie mit der FIS 2014 beim WM-Zuschlag in Barcelona ohne den Frauen-Team-Wettbewerb unterzeichnet haben.

Text: Thomas Weiß
Foto: Harald Döpfert
Bildunterschrift: Auch die deutschen Skispringerinnen werben für einen Team-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld: (Von links) Carina Vogt, Ramona Straub, Juliane Seyfarth, Anna Rupprecht und Katharina Althaus, die beim Saisonfinale in Oberstdorf den Nationencup gewonnen haben.

am 25.03.2018

Wieder Doppelsieg für Takanashi in Oberstdorf

Nationencup

Samstags-Sieg verleiht Japanerin auch am Sonntag Flügel. Deutsche gewinnen Nationencup und Althaus wird Zweite im Gesamt-Weltcup

The same procedure than yesterday! Beim Damenweltcup in Oberstdorf standen nach dem zweiten Wettkampf am Sonntag dieselben Skispringerinnen in derselben Reihenfolge auf dem Podest wie am Samstag. Die Japanerin Sara Takanashi, offenbar beflügelt vom Erfolg des Vortags, holte sich mit zwei Supersprüngen (99,0m /102,5m) und einem Vorsprung von 11,6 Punkten erneut den ersten Platz und durfte somit ihren 55. Weltcupsieg feiern. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz zeigte wie am Vortag mit 103,0 Meter im zweiten Durchgang erneut Bestweite. In der Addition reichte es damit wieder für den zweiten Platz. Das Trio komplettierte die Norwegerin Maren Lundby, die mit Weiten von 97,5 und 98,5 Metern Ende 7,8 Punkte hinter Iraschko-Stolz lag.
Die deutschen Skispringerinnen zeigten zwar eine geschlossen gute Mannschaftsleistung und reihten sich auf den Plätzen 7 bis 10 unter den Top Ten ein. Für einen Podestplatz reichte es aber auch bei diesem finalen Heimwettkampf keiner der DSV-Athletinnen.
Grund zum Jubeln gab es für die Deutschen vor den 2250 Zuschauern im Stadion aber trotzdem. Im Gesamtweltcup konnte Katharina Althaus ihren zweiten Platz hinter Maren Lundby verteidigen. Die Norwegerin gewann souverän mit 1340 Punkten. Sara Takanashi lag in der Endabrechnung mit 916 Punkten nur um zwölf Punkte hinter Althaus, die auf Platz sieben die beste DSV-Springerin war.

Auch die Nationenwertung ließen sich die Deutschen nicht mehr nehmen. Zum ersten Mal überhaupt holte sich das DSV-Team diese Auszeichnung. „Ein Sieg, auf den wir sieben Jahre lang hingearbeitet haben“, zeigte sich am Ende der Bundestrainer Andreas Bauer stolz auf seine Athletinnen. Die Japanerinnen hatten es zwar noch spannend gemacht und waren den DSV-Springerinnen noch ganz dicht auf den Pelz gerückt. 2952 Punkte reichten jedoch aus für den Sieg vor Takanashi und Co (2947). „Wären Ramona Straub und ich nicht punktgleich auf dem achten Platz gelandet, wären die Japanerinnen an uns vorbeigezogen“, sagte eine überglückliche Carina Vogt. Auch zwischen Platz zwei und drei ging es eng zu. Norwegen lag am Ende um zehn Punkte zurück auf dem dritten Platz.

Stimmen :

Sara Takanashi (Japan, 1. Platz):
„Das ist ein großer Tag für mich. Ich bin so glücklich an diesem Wochenende. Die Wettbewerbe hier in Oberstdorf waren für mich rundum befriedigend. Es war sehr eng in der Gesamtwertung. Mit dem dritten Platz bin ich zufrieden, weil Katharina die ganze Saison über einfach zu stark war“.

Daniela Iraschko-Stolz (Österreich, 2. Platz):
„Dies ist meine Lieblingsschanze und ich bin sehr glücklich, hier zweimal den zweiten Platz gemacht zu haben. Im Sommer werde ich hart arbeiten, damit ich in der nächsten Saison wieder vor dabei sein kann. Das war ein richtig spannendes Finale. Wir Österreicherinnen hatten zwar keine Chance im Nationencup, aber zwischen Deutschland und Japan war es so eng. Und auch in der Gesamtwertung im Weltcup war Katharina und Sara so nah beieinander. Wir sehen hier heute lauter glückliche Mädchen, da sollte es doch etwas werden mit dem Team-Wettbewerb bei der WM im kommenden Jahr in Seefeld. Ich jedenfalls werde für diesen Team-Event kämpfen.“

Maren Lundby (Norwegen, 3. Platz):
„Das war ein perfektes Jahr. Ich bin überrascht, dass es so gut lief und natürlich sehr glücklich. Ein Teil des Geheimnisses ist wohl, dass ich seit langem und sehr oft mit den Jungs zusammen trainiere. Seit fünf Jahren sind wir oft zusammen und da kann ich mir einiges abschauen. Es ist gut, dass wir im nächsten Winter an einigen Stationen mit den Männern gemeinsam Wettkämpfe austragen.“

Katharina Althaus (SC Oberstdorf, 2. Platz im Gesamt-Weltcup):
„Es ist richtig cool, dass ich mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung für die ganzen Mühen in diesem Jahr belohnt werde. Ich freue mich riesig über diesen Rang und über den Sieg im Nationencup, den wir zum ersten Mal überhaupt geholt haben. Der Dank gilt unserem gesamten Team und den Fans, die für eine super Stimmung gesorgt haben.“

am 25.03.2018

Alle sechs DSV-Springerinnen qualifizieren sich fürs letzte Saisonspringen

DSC09324

Kopf-an Kopf-Duell zwischen Takanashi und Iraschko-Stolz?

Alles deutet auch am zweiten Wettkampftag von Oberstdorf auf ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Vortagessiegerin Sara Takanashi (Japan) und der Zweiten Daniela Iraschko-Stolz (Österreich) hin. In der von wechselnden Windbedingungen geprägten Qualifikation steht die mit 34 Jahren älteste Athletin aus der Steiermark mit 104,5 Metern ganz oben auf der Ergebnisliste, gefolgt von Takanashi mit 104,0 Metern. Mit der Drittplatzierten Maren Lundby aus Norwegen ist das Quali-Podest mit den gleichen Sportlerinnen besetzt wie gestern beim ersten Weltcup-Wettbewerb. Carina Vogt war als Sechste der Qualifikation erneut beste Deutsche. Auch Ramona Straub (14.), Juliane Seyfarth (17.), Katharina Althaus (20.), Anna Rupprecht (23.) und Gianina Ernst (36.) schafften die Qualifikation für den 1. Wertungsdurchgang, für den sich die besten 40 Sportlerinnen qualifizieren.
Die Zuschauer freuen sich auf einen Wettkampf bei strahlendem Sonnenschein.

31 bis 40 von 1095123456789