am 20.02.2018

Mit Spitzenläuferinnen auf die Runde

Copyright: Günther Jansen

Wintersporttag mit prominenter Unterstützung in Oberstdorf

Das Allgäuer Anzeigeblatt und der Skiclub Oberstdorf veranstalteten wieder zusammen mit dem FIS World Snow Day den Nordic Day 2018 – und wie gewohnt strömten die Interessierten in großer Zahl hinaus ins Langlaufstadion im Ried. Von 11 bis 15 Uhr durfte man alles nach Herzenslust ausprobieren, Ski, Schuhe, Stöcke der Firmen Fischer, Atomic, Salomon und Leki ausleihen, an Schnupperkursen der Langlaufschule Oberallgäu teilnehmen, sich die Langlaufbretter von Wachs-Profi Willi Hartmann von Holmenkol präparieren lassen und viele Tipps ergattern oder auch eine große und gemütliche Runde auf Schneeschuhen unternehmen. Zudem durfte man seine Schießkünste wieder an der Laser-Biathlon-Anlage austesten und beim Schnee-Tubing in einem Gummireifen den Hang hinunter sausen.

Schlittenhunde waren ebenso vor Ort und der Nachwuchs konnte sich bei der ASV-Talentiade austoben – durch den Stangenwald, über gerollte Teppiche oder unter Riesenslalomtore hindurch, aber immer mit den Langlaufbrettern unter den Schuhen. Neu beim Nordic Day waren der
„Nordic Fun Run“ und der „WISBI-Sprint“ (Wie schnell bin ich), beides präsentiert von der Sparkasse Allgäu und begleitet von zwei prominenten Langläuferinnen: Evi Sachenbacher-Stehle und Katrin Vallet legten über
eine Distanz von 500 Meter Rundenzeiten vor, an denen man sich messen konnte. Gemeinsam mit Nordic Day-Besuchern begaben sich die beiden zudem auf die Genuss-Runde der Weltcup-Strecke ohne Zeitnahme. Die
Teilnehmer erhielten Urkunden, Medaillen, durften sich Autogramme abholen und mit den ehemaligen Spitzenläuferinnen das eine oder andere Handy-Selfie schießen.

Text: Jansen/Allgäuer Anzeigeblatt 19.02.2018

am 20.02.2018

Nachtführung durch die Audi Arena am 22. Februar

Erdinger Arena bei Nacht

Blicken Sie hinter die Kulissen der Audi Arena und genießen Sie eine der exklusiven Nachtführungen mit Blick vom Schanzenturm der Großschanze auf das beleuchtete Oberstdorf bei einem heißen Glühwein oder Punsch.

Blicken Sie hinter die Kulissen der Audi Arena und genießen Sie eine der exklusiven Nachtführungen mit Blick vom Schanzenturm der Großschanze auf das beleuchtete Oberstdorf bei einem heißen Glühwein oder Punsch.

An ausgewählten Terminen (immer Donnerstags bis 01. März 2018) gibt es im Winter 2017/18 wieder die exklusiven Nachtführungen in der Audi Arena. Nach der Auffahrt mit dem Schrägaufzug geht es mit dem Panoramaaufzug auf die Aussichtsplattform der Großschanze, wo sie bei einer Tasse Glühwein oder alkoholfreiem Punsch die wunderbare Aussicht über das beleuchtete Oberstdorf genießen können.

Termine: 22.02.2018, 01.03.2018
Preis: Erwachsene 15,00 €, Kinder 12,00 € (keine Ermäßigung mit Allgäu Walser Card)

Im Preis inbegriffen:
Auffahrt mit dem Schrägaufzug, geführte Schanzenbesichtigung, Glühwein oder alkoholfreier Punsch auf der Aussichtsplattform der Großschanze, Fackel.

Wir freuen uns auf ihren Besuch in der Audi Arena!

am 06.02.2018

Jetzt schon Starter-Paket sichern!

Schnupperkurse Nordic Day 2014

Der Nordic Day am 18. Februar bietet Sport und Spaß für die ganze Familie

Am Sonntag, 18. Februar, findet von 11.00 bis 15.00 Uhr im Langlaufstadion Oberstdorf/Ried der Nordic Day statt. Auch heuer wird wieder das attraktive Starter-Paket angeboten. Das Starterpaket gibt es ab sofort bei Sport Altenried in Immenstadt. Neben einer hochwertigen Mütze von Salomon sind außerdem mit im Starterpaket: ein Sitzkissen der Sparkasse, zwei Flaschen Allgäuer Alpenwasser und eine Wachsprobe von Holmenkol. Abgerundet wird das Starterpaket von einem Wonnemar-Gutschein – für das Relaxen danach. Das Starterpaket ist bei Sport Altenried in Immenstadt für 10,00 Euro erhältlich (regulärer Wert ca. 35,00 Euro). Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal
zugute.

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am 06.02.2018

Hinter den Kulissen

Riesenslalom am Ofterschwanger Horn

In Ofterschwang laufen die Vorbereitungen für den Damen-Weltcup im März auf Hochtouren. Für das Organisationskomitee um den „neuen Chef im Ring“, Dominik Fritz, geht es in die heiße Phase

Draußen herrscht tiefster Allgäuer Winter, und die Pisten am Ofterschwanger Horn laden zum Skifahren ein. Auf begeisterte Hobbysportler in den nächsten Tagen und Wochen ist man, auch dank des frühen Wintereinbruchs, bestens vorbereitet. Der Blick aus dem Fenster vom Büro im Ofterschwanger Haus begeistert Dominik Fritz. Im ersten Stock, wo ansonsten der Gemeinderat in seinen Sitzungen über die Geschicke des Ortes berät, werden seit Oktober ganz andere Dinge entschieden. Hier sitzt das Organisationskomitee des alpinen Damen-Weltcups, der am 9. und 10. März 2018 am Ofterschwanger Horn ausgetragen wird – und heuer sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Seit Oktober ist der 34-jährige Dominik Fritz als Generalsekretär „Chef im Ring“. Ihm zur Seite steht Anika Bichlmeier (27). Seit Ende Januar verstärkt Susann Huber, die sich um die Unterbringung kümmert, das Team – hinzu kommt Hanne Lingg, die seit 2008 als „gute Seele“ das OK begleitet.

Mit Hanspeter Schratt (56) als Präsidiumsmitglied und stellvertretenden Generalsekretär haben die beiden jemanden im Boot, der von der ersten Stunde des Weltcups an dabei ist. Für Schratt ein Ehrenamt, das er zu seinen Aufgaben als Geschäftsführer der Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried trotz der momentanen Dauerbelastung gern übernimmt. In dieser Konstellation sei ein Weltcup trotz des hohen Aufwands gut vorzubereiten, sagt Fritz, der mit seiner Erfahrung aus über 40 Weltcups auf viele Jahre Vertrautheit mit Großevents zurückgreifen kann. „Wir müssen uns auf die Ausrichtung nur eines Weltcups mit zwei Wettbewerben konzentrieren, und uns steht ein Präsidium sowie die Ressortleiter mit ihren Helfergeteams mit einem immensen Erfahrungsschatz zur Verfügung“, gibt sich Fritz zuversichtlich. Mit seinem kleinen, aber feinen Team kümmert er sich im Vorfeld um die Organisation, führt Verhandlungen mit Tribünenbauern und TV-Teams und richtet alles so an, dass die Ressortleiter und die 600 freiwilligen Helfer gut einsteigen können, sobald es „ernst“ wird am Weltcup-Hang. Die heiße Phase beginnt eben jetzt – Anfang Februar. Freilich noch völlig unbemerkt von den Skifans, die die Weltcup-Abfahrt unbeeinträchtigt für ihre Schwünge genießen können. Ab dem 5. März wird jedoch der „rote Teppich“ für
die weltbesten Alpinskifahrerinnen ausgerollt und die Rennstrecke gesperrt.

Rundum wird wieselflink gearbeitet: das Fernsehen kommt, die Tribünen im Stadion werden fertig errichtet, das Festzelt aufgebaut, Sicherheitszäune aufgestellt, Kabel verlegt und Tische gerückt. Dann muss alles Hand in Hand gehen, die Arbeitsabläufe wie im Schlaf beherrscht sein. In Ofterschwang freut man sich, nach fünf Jahren wieder Gastgeber des alpinen Weltcups zu sein. Vor allem, weil man weiß, dass die Athletinnen die Atmosphäre an dieser Weltcup-Station stets genießen und schätzen. Ebenso wie die Zuschauer. Der Kartenvorverkauf läuft – Dominik Fritz rechnet mit 15 000 Zuschauern an beiden Renntagen.

Zeitplan Audi FIS Ski-Weltcup 2018 Ofterschwang/Allgäu

Freitag, 09.03.2018
09.00 Uhr Stadioneinlass
11.00 Uhr 1. Lauf Riesenslalom Ofterschwanger Horn
14.00 Uhr 2. Lauf Riesenslalom Ofterschwanger Horn

Samstag, 10.03.2018
07.30 Uhr Stadioneinlass
09.30 Uhr 1. Lauf Slalom Ofterschwanger Horn
12.30 Uhr 2. Lauf Slalom Ofterschwanger Horn

(Änderungen des Zeitplans vorbehalten)

Für ein unterhaltsames und erlebnisreiches Rahmenprogramm mit Ski-Weltcup Party Zelt, Startnummernauslosungen und Siegerehrungen ist gesorgt. Ticket-Hotline: 08321/30 86 111, per Fax unter 08321/30 86 119 oder per Mail an ticket@weltcup-ofterschwang.de

am 30.01.2018

Nordic Day 2018 / FIS World Snow Day am 18. Februar

Wachskurse beim Nordic Day 2014

Wintersport- und Spaßerlebnis für die ganze Familie im Rahmen des FIS World Snow Days. Alle können mitmachen!

Auf den Spuren der Weltmeister im Langlaufstadion Ried: Jung und Alt haben beim Nordic Day 2018 im Rahmen des FIS World Snow Day die Möglichkeit den Winter und nordischen Skisport hautnah zu erleben und können nach Herzenslust ausprobieren, mitmachen und testen. Für den Nordic Day am 18. Februar 2018 wird vom Skiclub 1906 Oberstdorf e.V., der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und dem Allgäuer Anzeigeblatt, in Zusammenarbeit mit dem Allgäuer Skiverband wieder ein umfangreiches und kostenfreies Programmpaket geschnürt:

Materialtests und Vorträge
Kostenloses Testcenter für die neuesten Produkte, Ausrüstungen und Sportgeräte mit Ausstellung von Skifirmen, die für ausreichend Testmaterial sorgen und zudem über die neuesten Trends im nordischen Wintersportbereich informieren. Auch das richtige Wachsen wird von Profis demonstriert.

Kursangebote
Unter fachkundiger Anleitung können die Besucher an Skilanglauf- und (Klassisch und Skating) Schneeschuhkursen teilnehmen.

Spiel und Spass
Beim Biathlon mit Laser-Schießanlage kann jeder mitmachen und den Adrenalinstoss beim Ansetzen des Gewehrs live erleben. Daneben können Jugendliche und Erwachsene auch noch mit Hundeschlitten oder mit Schneeschuhen auf einer geführten Tour die wunderschöne Naturlandschaft erkunden.

Und auch für die ganz "kleinen" Wintersportler ist einiges geboten. So kann man mit Tubing-Reifen die Zielbrücke im Langlaufstadion hinunterrutschen oder nach dem Konzept „Spielerisch Langlaufen – ohne Stoppuhr“ bei der Lena-Weiss Talentiade des ASV austoben und einen spannenden Skitty World Nordic Parcours mit vielen attraktiven Bewegungsaufgaben auf Langlaufski durchlaufen.

Neu ist der „Nordic Fun Run“ sowie der „Wie schnell bin ich“ (WISBI) Sprint, beides präsentiert von der Sparkasse Allgäu und begleitet von den beiden prominenten Läuferinnen Katrin Vallet und Evi Sachenbacher-Stehle.

Nordic Fun Run
Der „Nordic Fun Run“ steht ganz im Zeichen des Langlauf-Genusses. Auf eine Zeitnahme wird verzichtet. Die Läufer können zwischen einer 5km-Runde, einer 10km-Runde und einer 15km-Runde wählen. Die 5km-Runde kann auch gemeinsam mit Katrin Vallet und Evi Sachenbacher-Stehle gelaufen werden. Beim Zieleinlauf erhalten die Teilnehmer eine Urkunde und eine Medaille. Um 11.30 Uhr und 13.30 Uhr werden Katrin Vallet bzw. Evi Sachenbacher-Stehle mit den Teilnehmern auf die 5km-Strecke gehen als gemütlicher Lauf mit den ehemaligen Spitzenläuferinnen. Im Anschluss stehen die beiden für Autogrammwünsche zur Verfügung.

Wie schnell bin ich?
Dagegen geht es beim „Wie schnell bin ich“ (WISBI) Sprint über eine Distanz von ca. 500 Metern sehr ambitioniert zur Sache. Die beiden Olympionikinnen werden für den Sprint eine Zeit vorlegen, an der man sich messen kann.

Attraktives Starterpaket
Auch im kommenden Winter wird es wieder das attraktive Starterpaket, bekannt aus den vergangenen Jahren, geben. Gefüllt mit vielen passenden Kleinigkeiten steht es voraussichtlich ab Anfang Februar zum Verkauf. Die kompletten Einnahmen kommen PROSPORT, der Nachwuchsförderung im Allgäu und Kleinwalsertal zugute.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Kleine Snacks, Kaffee, Kuchen und Getränke werden von den Helfern des Skiclubs Oberstdorf für die Gäste vorbereitet.

Die Organisatoren freuen sich auf eine zahlreiche Teilnahme!

am 24.01.2018

Top-Athleten live erleben!

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Besichtigen Sie eines der schönsten Skisprungstadien der Welt und beobachten Sie Top-Athleten und Nachwuchsskispringer beim Training.

Die moderne Skisprunganlage ist zentrale Trainingsstätte für alle Athleten aus Oberstdorf, der Region und vom Bundesstützpunkt, aber gleichzeitig auch für eine Vielzahl von internationalen Trainingsgruppen aus der ganzen Welt. Die deutschen Skispringer können bei der Olympiade in Pyeonchang bereits die dritte Medaille feiern. Besonders die tollen Sprünge von Karl Geiger vom heimischen Skiclub zeigen, dass die abschließenden Trainingseinheiten auf den Großschanzen der Audi Arena sehr erfolgreich waren.

In dieser Woche trainieren die Stützpunkt-Mannschaften der Damen, Skispringer und Kombinierer auf der Normalschanze, stehen doch noch einige Wettkämpfe wie z.B. der Deutschland-Pokal SP/NK oder weitere Weltcup-Veranstaltungen auf dem Programm.

Auch bei den kleinen SCO-Nachwuchsskispringern wird weiter eifrig trainiert. Trainingseinheiten auf den Kleinschanzen HS 20 bis HS 30 und auch auf der Jugendschanze HS 60 stehen auf dem wöchentlichen Programm.

Hier finden Sie die aktuellen Trainingszeiten auf den Schanzenanlagen der Erdinger Arena: Trainingszeiten WM-Arena

Unsere Besucher können bequem mit dem Aufzug auf den Schanzenturm gelangen und die grandiose Aussicht genießen. Vom Eingang führt ein kurzer Spaziergang entlang des Auslaufs zum Schrägaufzug. Mit diesem werden die 85 Höhenmeter hinauf zum Schanzentisch überwunden. Weiter geht’s mit dem Lift auf den Sprungturm zur Panorama-Plattform mit herrlichem Blick auf Oberstdorf und die umliegende Berglandschaft.

Die Erdinger Arena ist täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beinhaltet den Besuch in unser Skimuseum und die Auffahrt mit Schrägaufzug und Lift zur Panorama-Plattform auf den Schanzenturm.

am 24.01.2018

Tolle Quoten für Oberstdorf im Fernsehen

Zuschauermassen

OK-Chef Florian Stern blickt auf Skiflug-WM zurück

Mit der offiziellen Schlusszeremonie ist die Skiflug-WM in Oberstdorf zu Ende gegangen. Für Florian Stern (43) war es die erste Weltmeisterschaft als Generalsekretär und Chef des Organisationskomitees. Im AZ-Interview zieht er Bilanz.

Vierschanzentournee, Tour de Ski und zuletzt die Skiflug-WM: Ihre ersten drei Großveranstaltungen als Chef des Organisationskomitees sind vorbei.
Wie fällt Ihr Fazit aus?

Florian Stern: Der Aufwand war groß. Speziell auf die Skiflug-WM bezogen, hatten wir schon im Vorfeld Schwierigkeiten aufgrund des Regens und Sturms. Das hat sich letztlich bis ins Wochenende fortgesetzt. Es waren aber tolle WM-Tage. Wir hatten über 60 000 Zuschauer, Wettkämpfe auf hohem Niveau und tolle Fernsehbilder. Übrigens haben das Einzel am Samstag knapp fünf Millionen und den Team- Wettbewerb am Sonntag im Programm der ARD sogar fast sechs Millionen Menschen gesehen.

Wie haben Sie die vergangenen Wochen denn persönlich erlebt?

Stern: Solche Großveranstaltungen sind Herausforderungen für das ganze Team. Da zähle ich bewusst auch unsere ehrenamtlichen Helfer dazu. Wir sind natürlich froh, dass wir Weltcups und Weltmeisterschaften bei uns ausrichten dürfen. Sie müssten aber nicht unbedingt alle innerhalb von drei Wochen stattfinden (lacht).

Bleibt bis zum nächsten Weltcup, dem Skispringen der Frauen in der Audi Arena Ende März, überhaupt Zeit, ein bisschen Luft zu holen?

Stern: Es geht nahtlos weiter. Die nächsten Tage sind wir noch mit Abbauarbeiten und der Abwicklung der WM beschäftigt. Außerdem sind die Schanzen in der Audi Arena wichtiger Trainingsstützpunkt. Dazu kommt der tägliche touristische Betrieb in der Arena.

Wann wird denn an der Heini-Klopfer-Schanze wieder geflogen?

Stern: Es gibt im provisorischen Fis-Kalender einen Termin im Februar 2019. Der ist aber noch unbestätigt. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Interview: Allgäuer Anzeigeblatt/Stephan Schöttl 23.01.2018

am 24.01.2018

Vorfreude auf Bibimbap

Katharina Althaus

Bundestrainer Andreas Bauer bereitet seine Topathletinnen in Oberstdorf auf Olympia in Pyeongchang vor. Das koreanische Nationalgericht gibt’s aber noch nicht so schnell.

Skispringerinnen sind geübt darin, geduldig zu sein. In Training und Wettkampf müssen sie oft warten, sich konzentrieren und Minuten später wieder warten. Abläufe stupide zu wiederholen, gehört zum Tagesgeschäft.
In der Audi Arena war die Tugend Geduld bei den beiden deutschen Top- Skispringerinnen Carina Vogt (25) und Katharina Althaus (21) nicht nur oben am Schanzenturm gefragt, sondern auch im Auslauf der Schattenbergschanzen. Da stehen sie nach dem Spezialtraining im weichen Schnee, nehmen ihren Trainer Andreas Bauer in die Mitte und müssen warten. Darauf, dass der Kameramann sein Okay gibt, dass der Tontechniker sein Wuschel-Mikrofon an einer langen Teleskopstange über ihre Köpfe platziert und dass der Reporter der ARD endlich das Kommando gibt. „Los.“ In diesem Moment ist die gleiche Präzision gefragt wie beim Absprung am Schanzentisch.

„Wir sind be...“ Stopp, schreit plötzlich einer, noch mal. Dass er den falschen Knopf drückte, wird schmunzelnd hingenommen. Also von vorn. Wie im Chor, aber ohne 1-2-3, sagen Althaus, Bauer und Vogt den Satz noch einmal auf: „Wir – sind – bereit – für – Pyeongchang.“ Schön parallel – und mit einer Punktlandung bei der Silbe -chang. Die Aufnahme sitzt. Weil zwei weiteren Kollegen vom Radio aber in den Kopf schießt, sie könnten für ihre Olympia-Vorberichterstattung doch auch noch gut so einen Aufsager brauchen, wird Bauer und seine Mädels noch einmal Geduld abverlangt – und dieser eher spekulative Satz mit „Wir sind bereit“.

Es ist Medientag des Deutschen Skiverbandes – drei Wochen, bevor es im südkoreanischen Pyeongchang um die olympische Einzelmedaille im Frauenskispringen geht. Genau genommen müssten sie den Satz abwandeln in „Wir machen uns bereit für Pyeongchang“. Denn in Oberstdorf bestreiten Trainer- und Betreuerstab zusammen mit den beiden Top-Athletinnen ein Spezialtraining vor dem Saisonhöhepunkt in Korea. Am Material wird ebenso gefeilt wie am Sprungstil, drei Experten des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) aus Leipzig erfassen alle relevanten Daten bei Anlauf, Absprung sowie in der Flugphase – und werten sie abends zusammen mit den Athletinnen aus. „Wir überlassen nichts dem Zufall“, sagt Bauer, „die Zahlen liefern im Idealfall den Beweis, dass nicht nur das Gefühl für den richtigen Sprung passt.“

Neben den Einheiten an der Normalschanze von Oberstdorf, die laut Bauer – was die Geometrie betrifft – fast 1:1 mit der Olympiaanlage in Korea vergleichbar sei, stehen im Allgäu auch noch Gespräche mit einer Ernährungsberaterin und einem Sportpsychologen auf dem Programm.
Nachträglich stießen die beiden ebenfalls nominierten Ramona Straub (Langenordnach) und Juliane Seyfarth (Ruhla) zum Team. Die Oberstdorferin Gianina Ernst, die vor vier Jahren als jüngste Athletin nach Sotschi durfte, muss diesmal zuschauen. Sie erfüllte zwar die DOSB-Norm, nicht aber die strengere Vorgabe des Skiverbandes mit zwei Top-8-Plätzen im Weltcup. Olympiasiegerin Carina Vogt wirkt locker wie selten zuvor. „Ich muss in Pyeongchang nichts hinterherlaufen. Ich hab’ mir meinen Traum schon erfüllt.“ Die Degenfelderin, die bei Großereignissen in den letzten Jahren stets ihre Bestleistungen abrufen konnte, will sich „nur wieder in die Position bringen, dass ich die anderen ärgern kann. Alles andere passiert.“ Ähnlich sieht es Katharina Althaus, die in dieser Saison konstant aufs Podest sprang und sich mit der Norwegerin Maren Lundby lange einen erbitterten Zweikampf an der Weltcup-Spitze lieferte. „Ich freu’ mich drauf, wenn’s losgeht und wenn ich zeigen kann, was ich kann.“ Das Olympia-Trainingslager und der Verzicht auf die Weltcups in Japan, bei der Lundby der Oberstdorferin 260 Punkte enteilt ist, sieht Althaus dennoch positiv: „Daheim runterfahren ist immer gut. Und das Training hier war enorm wichtig.“ Jetzt freue sie sich aber darauf, wenn es am Wochenende in Ljubno (Slowenien) und eine Woche später in Österreich (für den in Hinzenbach abgesagten Wettbewerb steigen eventuell Seefeld oder Villach ein) im Wettkampf-Rhythmus weitergehe, ehe das Team am 6. Februar in den Flieger steige. Pyeongchang, das sie bei einem Trainingslager im Oktober letzten Jahres schon einmal kennengelernt hat, gefällt ihr. Angetan war sie da vor allem vom Bibimbap, einem Reisgericht mit Fleisch
und viel Gemüse. „Das ist mega-gesund und schmeckt genial“, weiß Althaus. Doch auf koreanische Küche muss sie in der ersten Olympia-Woche erst einmal verzichten. Der Deutsche Skiverband hat außerhalb des Athletendorfes eine Unterkunft nahe der Skisprungschanze gebucht – und dafür gleich noch einen deutschen Koch engagiert ...

Allgäuer Anzeigeblatt, 24.01.2018

am 16.01.2018

Richard Freitag: „Lassen es vier Tage krachen“

Freitag

Weltcup-Zweiter freut sich nach Verletzungspause auf sein Comeback in Oberstdorf. Auch Lokalmatador Karl Geiger ist vor dem Heimspiel hochmotiviert

Das freut die deutschen Skisprung-Fans: Rechtzeitig zum Start der Skiflug-WM in Oberstdorf meldet sich Top-Springer Richard Freitag nach überstandener Verletzung wieder zurück. Und der 26-jährige Sachse, der mittlerweile in Oberstdorf lebt, strahlt jede Menge Zuversicht aus: „Nachdem ich jetzt ein bisschen Zeit hatte, mit Physiotherapie meinen Sturz von Innsbruck aufzuarbeiten, bin ich guter Dinge, dass das Springen bei der Skiflug-WM wieder funktionieren wird“, sagte Freitag. Er sei zwar noch nicht hundertprozentig schmerzfrei, aber guter Dinge, dass es trotz alledem gut funktionieren werde. „Ich freue mich auf coole Skiflug-Tage, eine tolle Stimmung in Oberstdorf und natürlich darauf, wieder im Zirkus und beim Team zu sein. Dann lassen wir es mal vier Tage krachen."

Bundestrainer Werner Schuster, der eine Medaille als Ziel ausgegeben hat, und die Sportführung des Deutschen Skiverbandes haben fünf Athleten für die Skiflug-WM nominiert und damit auf einen sechsten Startplatz verzichtet. Zur Qualifikation am Donnerstag starten:

- Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
- Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue)
- Karl Geiger (SC Oberstdorf)
- Stephan Leyhe (SC Willingen)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)

Weitere Stimmen:
Werner Schuster, Bundestrainer Herren
„Wir freuen uns sehr auf die Heim-WM und hoffen auf erfolgreiche Wettkämpfe. Es ist der zweite Saisonhöhepunkt nach der Vierschanzentournee. Und wir hoffen, dass der Veranstalter für seine Bemühungen, eine so große Schanze zu präparieren, belohnt wird.

Im letzten Jahr hat uns die Schanze gut gelegen. Wir haben gute Erinnerungen an die Wettkämpfe. Andreas Wellinger konnte dort einen neuen Schanzenrekord aufstellen und ist zweimal Zweiter geworden.
Unser Team ist stark, wir treten in Bestbesetzung an. Grundsätzlich sind wir in der Lage, im Einzel und mit der Mannschaft um Edelmetall zu kämpfen. Unser Ziel ist es, zumindest eine Medaille bei der Heim-WM zu gewinnen.

Richard Freitag ist zurück im Team und fühlt sich fit. Dennoch müssen wir nach der Pause abwarten, wie er wieder in die Wettkämpfe kommt. Dem Team tut es gut, dass wir in der derzeit absoluten Top-Besetzung antreten. Bei Richard ist derzeit von medizinischer Seite her alles ok. Wie sein aktuelles Flugvermögen aussieht, ist nach der zweiwöchigen Pause schwer abzuschätzen. Wir werden sehen, wie er ins Training und in die Sprünge reinkommt."

Markus Eisenbichler
„Ich freue mich extrem auf die WM. Sie ist für mich das Highlight des Jahres, weil sie zu Hause ist und ich Skifliegen einfach extrem gerne mag. Deshalb habe ich eigentlich nur mit dem Skispringen begonnen. Ich freue mich auf die Wettkämpfe, hoffe, dass die Bedingungen mitspielen, und dann werde ich mich anstrengen, vorne mit dabei zu sein. Im Vordergrund steht aber, dass ich die Tage und die Atmosphäre voll genieße.

Das Stadion wird sicher zum Bersten voll sein, es ist ausverkauft, und das ist einfach der Hammer. Genauso wie die Schanze, die haben sie echt gut umgebaut, und ich freue mich auf sie. Es ist meine zweite Skiflug-WM, allerdings habe ich in Harrachov doch eher nur reingeschnuppert. Dieses Mal will ich vorne mitspringen, das Fliegen genießen und im Einzel sowie mit dem Team voll angreifen. Ich kann es kaum erwarten, nach Oberstdorf zu fahren, los zu legen und den Fans entgegen zu fliegen!."

Karl Geiger
„Ich freue mich auf die Skiflug-WM. Es ist meine erste und dann auch noch zu Hause auf der Heini-Klopfer-Schanze, die ich damals nach dem Umbau einweihen durfte! Ich bin gespannt und voller Vorfreude! Auch wenn das erste Skiflug-Wochenende am Kulm nicht optimal verlief, bin ich motiviert und schaue, dass ich in Oberstdorf meine Sachen beinander habe."

Stephan Leyhe
„Oberstdorf ist meine zweite Skiflug-WM nach der am Kulm vor zwei Jahren. Ich freue mich riesig auf die Heim-WM. Die neue Heini-Klopfer-Schanze bin ich im letzte Jahr zum ersten Mal gesprungen. Das war ok, und ich fühle mich jetzt fit und bereit. Ich hoffe, dass ich jeden Flug genießen kann, und wir wollen natürlich das Maximale rausholen."

Andreas Wellinger
„Eine Heim-WM ist immer etwas ganz besonderes, und in der Regel erlebt man das als Sportler nicht oft. Von daher freue ich mich extrem darauf. Ich fahre motiviert und mit einem guten Gefühl nach Oberstdorf. Vor allem, da ich im letzten Jahr sehr schöne Erfahrungen auf der Schanze gemacht habe, mit dem Schanzenrekord und den zwei zweiten Plätzen. Ich hoffe, dass es coole und faire Wettkämpfe werden und das Wetter soweit mitspielt. Denn wir möchten den Fans natürlich weite Flüge und viel Spannung bieten." twß/Quelle: DSV

am 09.01.2018

Oberstdorf freut sich auf eine grandiose Flugshow

Vor-WM Skifliegen 2017

Das Fliegen zählt zu den ältesten Träumen der Menschheit! Mit den FIS Skisprung Weltmeisterschaften vom 18. bis 21. Januar 2018 wollen wir den „Traum vom Fliegen“ bei Teilnehmern und Gästen wahr werden lassen.

Das Fliegen zählt zu den ältesten Träumen der Menschheit! Mit den FIS Skisprung Weltmeisterschaften vom 18. bis 21. Januar 2018 wollen wir den „Traum vom Fliegen“ bei Teilnehmern und Gästen wahr werden lassen. Dort wo Wintersportler und Bergfreunde zu Hause sind, ist im Winter 2018 die Skiflug-Weltmeisterschaft zu Gast, um ihre „Könige der Lüfte“ zu küren.

Alle Besucher dürfen sich bereits jetzt schon auf viel Flair und herzliche und traditionelle Allgäuer Gastfreundschaft freuen, denn die 10.000-Seelen-Gemeinde Oberstdorf ist einer der bedeutendsten Tourismus-Orte in Deutschland. Oberstdorf und Skisport gehören einfach zusammen, denn seit vielen Jahrzehnten ist der südlichste Flecken Deutschlands ein professioneller, innovativer und zuverlässiger Partner für den Wintersport und gehört zu den Top-Veranstalterorten im nordischen Skisport.
Bereits bei fünf Weltmeisterschaften seit 1973 hat sich die Heini-Klopfer-Schanze mit ihrer avantgardistischen Turmkonstruktion bewährt. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen, bietet sie jetzt Sportlern, Funktionären, Medienvertretern und Zuschauern wieder perfekte Bedingungen für spektakuläre Sprünge über die magische 200-Meter-Marke.
In der Heini-Klopfer-Arena können bis zu 25.000 Besucher mit den „Königen der Lüfte“ mitfiebern. Die Atmosphäre und die Geräuschkulisse erzeugen sowohl bei den Athleten als auch bei Zuschauern immer wieder ein „Gänsehaut-Feeling“ und im Stadion mit seinen neuen Zuschauerterrassen wird es bei jedem Sprung einen brodelnden Hexenkessel geben.

Die Oberstdorfs Gastfreundschaft und sein gemütliches Ambiente werden ihren Beitrag leisten, dass sich alle WM-Teilnehmer rundum wohl fühlen werden.

Zeitplan:

Donnerstag, 18.01.2018: Qualifikation
12.00 Uhr Stadioneinlass
13.30 Uhr Offizielles Training
16.00 Uhr Qualifikation
19.30 Uhr Eröffnung FIS Skiflug-WM im Nordic Park

Freitag, 19.01.2018: Einzelwettkampf Tag 1
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 1. Wertungsdurchgang
anschl. 2. Wertungsdurchgang

Samstag, 20.01.2018: Einzelwettkampf Tag 2
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 3. Wertungsdurchgang
anschl. 4. Wertungsdurchgang
anschl. Siegerpräsentation im Stadion
20.00 Uhr Offizielle Siegerehrung im Nordic Park

Sonntag, 21.01.2018: Teamwettkampf
12.00 Uhr Stadioneinlass
15.00 Uhr Probedurchgang
16.00 Uhr 1. Durchgang Team-Bewerb
anschl. Finale Team-Bewerb
anschl. Offizielle Siegerehrung im Stadion

- Änderungen des Zeitplans vorbehalten -