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Was gibt es Neues rund um die Audi Arena Allgäu Oberstdorf?

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am 31.01.2020

Der deutsche Ski- und Wintersport trauert um Manfred Baldauf

Manfred Baldauf

Das Organisationskommitee der Nordischen Ski Weltmeisterschaften 2021, der Deutsche Skiverband, der Bayerische Skiverband, die Stiftung Sicherheit im Skisport, Snowboard Germany und der Skiclub Oberstdorf trauern um Manfred Baldauf (64).

Wir verlieren mit Manfred Baldauf nicht nur einen geschätzten, fachkundigen und hoch engagierten Kollegen, sondern vor allem auch einen lieben Freund des Skisports. Wir trauern um unseren langjährigen BSV-Präsidenten und Weggefährten. Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie.

Mitten in den Vorbereitungen auf den Damen-Skisprung-Weltcup in seinem Heimatort Oberstdorf erreichte uns die Nachricht, dass Manfred Baldauf in der Nacht auf Freitag nach langer schwerer Krankheit, aber doch für uns alle unerwartet und viel zu früh verstorben ist. Baldauf wäre am heutigen Freitag 64 Jahre alt geworden.

Manfred Baldauf hat in den vergangenen Jahren den Wintersport in Deutschland maßgeblich geprägt - als engagierter, gründlicher, unermüdlich kämpfender und vor allem vorausschauender Funktionär. Von seinem Knowhow als Finanz- und Steuerexperte profitierten kleine Vereine ebenso wie der Deutsche und Bayerische Skiverband oder Snowboard Germany.

Bereits 1987 engagierte sich Manfred Baldauf erstmals ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender des „Vereins zur Förderung der Oberstdorfer Sportjugend“ für seine große Leidenschaft, den Sport.
Mit viel Fachkompetenz schuf Baldauf in Oberstdorf in enger Absprache mit Skiclub, Skisport- und Veranstaltungs-GmbH und Nordischer Skisport GmbH & Co. KG eine Organisationsstruktur, die Deutschlands südlichste Gemeinde zu einem weltweit anerkannten und erfolgreichen Ausrichter von Großveranstaltungen gemacht hat.

Auch im Gemeinde- und Kreisrat ebnete Manfred Baldauf in Oberstdorf und im Oberallgäu den politischen Weg und fand dafür stets die richtige Balance zwischen Fortschritt und Bewahren. Er war ohne Zweifel einer der „Macher“ des WM-Wintermärchens von 2005 und nimmermüder Motor während der gesamten Bewerbungsphase für die Heim-WM im kommenden Winter.

Seit 2005 gehörte er dem Präsidium des Bayerischen Skiverbandes an. Zunächst als Vizepräsident und Schatzmeister. Neun Jahre später übernahm er dann das Amt des Präsidenten im größten Landesskiverband.

Für den Deutschen Skiverband war Manfred Baldauf seit 15 Jahren als Mitglied des DSV-Finanzausschusses einer der wichtigsten Berater bei allen finanziellen Themen und strukturellen Herausforderungen. Außerdem zeichnete er als Mitglied des Vorstands bei der Stiftung Sicherheit im Skisport verantwortlich.
Mit seinem Knowhow, seinem Optimismus und seiner natürlichen Autorität fand er auch in schwierigen Situationen immer wieder Konsens- und Lösungsansätze für alle beteiligten Parteien. Unter anderem auch bei der Alpine Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen als beratendes Mitglied der WM GmbH.

Noch am vergangenen Wochenende war Baldauf zu Gast beim Nordic Weekend und sah sich – mit glänzenden Augen – das neue Langlauf-Stadion an, für dessen Umbau er sich ebenfalls leidenschaftlich eingesetzt hatte. Trotz seiner Krankheit sprühte er bis zuletzt vor Leidenschaft und Ideen für die Weltmeisterschaft im nächstes Jahr.

Vergangene Nacht ist Manfred Baldauf gestorben. Wir alle trauern um ihn und werden ihn vermissen.

am 26.01.2020

Doppelsieg für Norweger

Siegerehrung NoKo

Fabian Rießle als Fünfter ist bester deutscher Kombinierer

Einen Doppelsieg holten sich die Norweger im Einzelwettbewerb in der Nordischen Kombination in Oberstdorf. Vor 5500 Zuschauern lieferten sich Jarl Magnus Riiber und Jens Luraas Oftebro mit Franz-Josef Rehrl (AUT) spannendes Wettrennen auf der beinharten 10 Kilometer lange Strecke.
Für die Deutschen war es vormittags auf der Schanze nicht so gut gelaufen. Am aussichtsreichsten standen die Chancen auf eine vordere Platzierung noch für Fabian Rießle (SZ Breitnau), der mit einem Rückstand von 1:35 Minuten auf den Führenden Riiber als 16. ins Rennen ging. Auch Manuel Faißt (SV Baiersbronn) konnte sich noch Hoffnung auf einen Top-Ten-Platz machen.
Ganz nach vorn war der Weg zu weit, die Dreier-Gruppe an der Spitze uneinholbar. Aber in der neun Mann starken Verfolgergruppe reichte es Fabian Rießle am Ende für den 5. Rang hinter Jürgen Graabak (NOR). Faisst kam auf den neubten Platz. Jarl Magnus Riiber baute mit seinem Sieg die Führung im Gesamtweltcup aus.

am 26.01.2020

Stimmen nach dem Einzelwettkampf der NoKo

Jarl Magnus Riiber

Jarl Magnus Riiber geht selbstbewusster und zuversichtlicher aus dem Einzelwettkampf

Jarl Magnus Riiber (NOR, Platz 1):
„Vielleicht habe ich einfach einen guten Ablauf gefunden, vor allem nach den Wettkämpfen. Es ist schon ein bisschen wie die Neuauflage des vergangenen Jahres und darauf basierend habe ich experimentiert. Das hat mich noch selbstbewusster und zuversichtlicher gemacht. Ich freue mich sehr vor allem auf den Skisprung-Wettbewerb. Ich mag diese Schanze sehr und die Anlagen sind in einem sehr guten Zustand. Die Leute, die an der Schanze arbeiten, haben einen sehr guten Job gemacht. Damit ist es für Jens und mich einfacher, bei den großen Sprüngen einen guten Telemark zu landen.*

Jens Luraas Oftebro (NOR, Platz 2):
„Es ist großartig, endlich wieder auf dem Podium zu sein. Ich hatte einen guten Saisonstart, aber dann hatte ich ein paar nicht so gute Ergebnisse. Hier auf den Anlagen, auf denen nächstes Jahr die Weltmeisterschaft stattfindet, so gut abzuschneiden, ist großartig.
Natürlich hatte ich heute morgen einen tollen Sprung, wir waren aber auch jetzt einige Wochen hier und haben trainiert.“

Franz-Josef Rehrl (AUT, Platz 3):
„Das war sprung-und lauftechnisch eine Genugtuung heute für mich, vor allem nach meinem durchwachsenen Saisonstart. Heute war sicher eines meiner stärksten Rennen, das ich je gehabt habe. Es taugt mir hier sehr. Ich muss auch unserem Service-Team ein großes Dankeschön ausrichten. Die haben heute gezaubert.
Nach dem Springen war ich schon sehr enttäuscht, denn ich war genau diese 20 Sekunden hinten und ich habe gedacht, dass ich wieder nicht aufs Podium komme. Da habe ich mir gedacht, egal, ich laufe jetzt, ob ich Sechster oder 15. werde, ist jetzt auch schon wurscht. Dann habe ich gesehen, ich komme heran, und bin hartnäckig geblieben und auf den letzten fünf Sekunden einfach noch mal richtig zugelegt.“

am 26.01.2020

Dreifach-Triumpf für Norwegen

Dreifach-Triumpf

Norwegischer Dreifachsieg bei den Männern – Sieg für Russin Nepryaeva

Der Sprint-Wettbewerb bei den Männern stand ganz im Zeichen der dominanten Norweger. Johannes Hoesflot Klaebo, der am Samstag beim Skiathlon noch mitten im Rennen aufgegeben hatte, siegte vor seinen Landsleuten Paal Golberg und Erik Valnes. Bester Nicht-Norweger war Federico Pellegrino aus Italien auf Rang vier.
Dagegen gingen die norwegischen Athletinnen bei der WM-Generalprobe leer aus. Hier siegte die Russin Natalaie Nepryaeva vor Anamarija Lampic aus Slowenien und Jessica Diggins aus den USA. Die Oberstdorferin Laura Gimmler wurde auf Platz 20 beste Deutsche.

Ansonsten herrscht im deutschen Lager Ernüchterung: Von acht gestarteten DSV-Sprinterinnen hatte am frühen Sonntagvormittag lediglich eine die Qualifikation überstanden: Im Feld von 69 Langläuferinnen kam Gimmler als einzige Deutsche ins Viertelfinale. Auf der extrem anspruchsvollen WM-Loipe waren Pia Fink (37.), Antonia Fraebel (38.), Sofie Krehl (40.), Coletta Rydzek (41.), Katharina Hennig (42.), Victoria Carl (47.) und Nadine Herrmann (52.) bereits in der Qualifikation gescheitert.
Auch bei den Männern konnte nur Richard Leupold aus Dresden einigermaßen die Erwartungen auf Rang 28 erfüllen. Sebastian Eisenlauer (34.), Andreas Katz (52.) und Max Olex (59.) landeten unter 72 Startern im Feld der Verlierer.

Peter Schlickenrieder, DSV- Bundestrainer:
„Wir können mit den hier gezeigten Resultaten im Damen- und Herrenbereich am Samstag absolut zufrieden sein. Der Auftritt war gelungen. Das Material war top, das gesamte Team hat gute Arbeit geleistet. Der Sprint ist derzeit noch unser Problem. Dies hat sich auch am heutigen Sonntag wieder gezeigt. Wir tun uns noch schwer, den Prolog zu überstehen. Laura Gimmler und dem Nachwuchsläufer Richard Leupold ist dennoch der Einzug ins Viertelfinale gelungen. Dem Rest der Mannschaft ist dies trotz großem Kampf leider knapp verwehrt geblieben. Hier müssen wir dran bleiben und weiterhin Kraft und Technik trainieren. Die Teilnahme an der Heim-WM in Oberstdorf ist für alle Athleten ein großes Ziel und nur wenige haben in ihrer aktiven Laufbahn die Möglichkeit dazu. In Oberstdorf war schon 2005 die Zuschauerkulisse sensationell, in Oberstdorf findet sich die Langlaufwelt wieder. Die zum Teil harte Streckenführung ist auch für die Zuschauer ideal. Oberstdorf war deshalb auch schon heuer einer der Höhepunkte in unserer Saisonplanung. Unsere Vorbereitung auf die WM ist schon auf einem sehr hohen Level an vielen kleinen Dingen und Details muss aber noch gefeilt werden.“

am 26.01.2020

Stimmen nach Herren-Sprint

Johannes Hoesflot Klaebo

Drei starke große Anstiege, ein paar echt schwere Abfahrten und ein cooles Finish

Johannes Hoesflot Klaebo (NOR, Platz 1):
„Ich bin sehr glücklich, es war ein sehr gutes Rennen. Es ist großartig, drei Norweger auf dem Podium zu haben, heute ist ein wirklich besonderer Tag. Nächste Woche haben wir unsere nationale Meisterschaft, ich werde mich jetzt zuhause etwas ausruhen. Außerdem muss ich einen Bluttest machen, um zu sehen, ob alles okay ist. Gestern konnte ich nicht mal das Rennen beenden.
Ich persönlich finde den umgebauten Kurs hier in Oberstdorf sehr schön. Am Anfang ist er ein bisschen flach, dann kommen die drei starken großen Anstiege. Dann kommen ein paar echt schwere Abfahrten und am Ende es ist ein wirklich cooles Finish. Ich finde es ist ein wirklich sehr guter Kurs, und das denken auch viele der anderen. Er ist natürlich sehr anstrengend und hart, aber ich denke so sollte es auch sein!“

Paal Golberg, (NOR, Platz 2):
„Es war heute ein guter Tag für mich und ich freue mich, auf dem Podium zu sein. Ich war noch nie hier in Oberstdorf, aber der neue Kurs gefällt mir. Es war eine neue Erfahrung für mich, aber die Anstiege sind schon knackig. Im Rennen habe ich mich wohl gefühlt und hoffe dies wird die Streckenführung für die WM im nächsten Jahr. Wir Norweger hatten heute sehr gutes Material, unser Team hat eine Top-Arbeit gemacht. Für die letzten Anstiege sind zwar nicht nur gute Ski entscheiden, aber es ist ein wichtiger Punkt. Die Sprintstrecke könnte ein bisschen kürzer sein. Auch bei der WM im nächsten Jahr in Oberstdorf möchte ich eine Top-Platzierung erreichen. Vielleicht hat ja Johannes Klaebo dann einen schlechteren Tag. Wir werden sehen.“

Federico Pellegrino, (ITA, Platz 4):
„Heute hatte ich als Ziel, eine gute Platzierung im Vorbereitungsrennen für die WM im nächsten Jahr zu erreichen. Das ist mir gelungen. Die Streckenlänge halte ich für ein bisschen zu lang für ein Sprintrennen, gerade bei Schneefall und warmen Bedingungen. Mit meinem vierten Platz bin ich heute , als ich beim Finish von zwei größeren Norwegern in die Zange genommen worden bin, vollkommen zufrieden.“

am 26.01.2020

Stimmen nach dem Damen-Sprint

Natalia Nepryaeva

Perfekte Streckenbedingungen und Vorfreude auf die WM 2021

Natalie Nepryaeva (RUS, Platz 1):
„Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis. Es ist auch mein erster Sieg im Sprint. Ich habe mich heute schon am frühen Morgen sehr stark gefühlt, wusste, dass mein Körper gut vorbereitet ist. Ich mag den Kurs, ich denke er ist nicht nur für reine Sprinter geeignet, sondern auch für universelle Athleten und ich hoffe sehr darauf, nächstes Jahr hier das gleiche gute Ergebnis zu haben.
Gestern hatte ich das Gefühl, dass die steilen Anstiege etwas zu hart sind, aber heute im Sprint habe ich mich da sehr gut gefühlt und konnte einen Vorsprung auf die anderen ausbauen.“

Annamarija Lampic, (SLO, Platz 2):
"Es ist heute einen toller Tag für mich, ich fühle mich gut. Als wir hier in Oberstdorf angekommen sind, war ich beim Anblick des neuen Kurses doch überrascht. Die Streckenführung gefällt mir, auch wenn es ziemlich hart ist, hier zu laufen. Ich habe heute den zweiten Platz erreicht und bin schon allein deshalb sehr zufrieden. Natalia Nepryaeva hatte heute ein bisschen bessere Ski in der Abfahrt. Ein Platz auf dem Podium beim klassischen Sprint ist auch im nächsten Jahr bei der WM in Oberstdorf mein Ziel. Ich hoffe, die Platzierung bei dem WM in nächsten Jahr mit Natalia tauschen zu können. Ich hoffe, ich hab dann gute Arme und Beine für diese harten und langen Rennen. Die Streckenbedingungen waren heute im Finale perfekt und sind hoffentlich bei der WM genauso. Die Streckenlänge ist für mich als Allroundläuferin perfekt, da ich auch in der Distanz zu Hause bin. Ich freu mich auf die WM nächstes Jahr hier in Oberstdorf.“

Jessica Diggins: (USA, Platz 3):
"Es war wirklich fantastisch. Wir hatten großartige Ski. Die Techniker haben so hart so früh am Morgen schon gearbeitet und den besten Job gemacht. Gestern habe ich mich so müde gefühlt, meine Beine waren wirklich am Ende.
Aber heute ist ein neuer Tag. Auf dem halben Weg durch das Finale dachte ich mir, ich versuche es einfach weiter. Gottseidank kam ich hinter Neprayaeva. Ich dachte, sie würde am zweiten Anstieg wegziehen. Ich habe versucht, ihr zu folgen und hatte einen wirklich guten Windschatten ins Ziel hinein. Es hat heute wirklich großen Spaß gemacht, hier zu laufen und im Klassiksprint aufs Podium zu kommen. Das ist für mich eher außergewöhnlich, aber ich nehme es sehr gerne mit.“

Laura Gimmler (SC Oberstdorf, Platz 20):
"Im Prolog hab‘ ich mir schon eher schwergetan, die Runde ist doch recht knackig und im Wettkampf gefühlt doppelt so schwer. Ich hatte da noch einige Materialprobleme, das war dann im Viertelfinale auch besser. Ich habe mich im Rennen taktisch gut bewegt. Das Streckenprofil gefällt mir sehr gut. Die Sprintrunde in Oberstdorf ist extrem anspruchsvoll und die schwerste, die ich je gelaufen bin. Es kommt mir aber schon entgegen, da ich bei Distanzrennen auch schon passable Ergebnisse geschafft habe. Von der Kulisse hier in Oberstdorf war ich schwer beeindruckt und musste schauen, dass ich bei der Sache bleibe. Es ist wunderbar, wenn Freunden und Familie einen beim Heimwettkampf hautnah begleiten.“

am 26.01.2020

DSV-Stimmen nach dem Sprungwettkampf

Vinzenz Geiger

Die DSV-Kombinierer schneiden enttäuschend beim Heimwettkampf ab

Johannes Rydzek (SC Oberstdorf):
"Schade, ich hätte gern mehr gezeigt. Ich habe es leider nicht hingekriegt, was ich mir vorgenommen habe. Das muss ich jetzt so hinnehmen. Ich freu mich trotzdem auf den Lauf, um mich nochmal zu zeigen vor heimischem Publikum. Der Ärger ist, glaube ich, gleichwieder verraucht. Jeder Sprung, auch auf einer bekannten Schanze ist neu, und da fehlt es im Moment ganz einfach.“

Manuel Faißt (SV Baiersbronn):
"Ich hab mich ein bisschen verschätzt und dann hat es mich hinten reingezogen. Das war ein bisschen ärgerlich, weil ich den einen oder anderen Punkt verloren habe. Der Sprung war insgesamt aber recht ordentlich. Wir haben eine ziemlich harte Strecke vor uns und da dürfen wir nicht zu Anfang zu viel Gas geben, damit hinten raus noch die Kraft hat für eine gute Platzierung.“

Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf):
"Ich habe mich schon die ganzen Tage hier schwergetan auf der Schanze. Zwar habe ich mich ein bisschen gesteigert, aber das ist sicher nicht das, wo ich hinwollte. Ich denke, ich muss jetzt das Beste noch rausholen und den Lauf einfach genießen.“

Fabian Rießle (SZ Breitnau):
„Meine Sprünge werden jetzt immer besser, aber nach vorn ist immer noch eine Riesenlücke. Es ist jetzt über eine Minute aufs Podium. Schauen wir mal, was der Lauf noch hergibt.“

am 26.01.2020

Auch deutsche Kombinierer ohne Siegchance

Jens Luraas Ofterbro

Nicht nur bei den Langläufern, auch bei den Kombinierern scheint am heutigen Sonntag der Wurm drin zu sein

Nach dem Springen von der Großschanze am Schattenberg in Oberstdorf vor 2450 Zuschauern haben die erfolgsverwöhnten Athleten von Bundestrainer Hermann Weinbuch keine Siegchance mehr.
Beim Doppelsieg der Norweger durch Jens Luraas Oftebro (137 Meter) und Jarl Magnus Riiber (mit der Tagesbestweite von 140,5 Meter) war Manuel Faißt vom SV Baiersbronn mit 132 Metern und Rang sechs der beste Deutsche. Er startet um 14.10 Uhr jedoch schon mit über einer Minute Rückstand in die Loipe. Fabian Rießle (16./+1:35) und Martin Hahn (20./+2:03) und Terence Weber (29./2:38) laufen ebenso hinterher, wie die drei Athleten des SC Oberstdorf, die mit „ihrer“ Schattenberg-Schanze überhaupt nicht zurecht kamen: Vinzenz Geiger landete mit 118 Metern auf Rang 31 – und möchte sich in der Loipe „nochmal voll reinhängen, um wenigstens noch ein paar Plätze gutzumachen“. Julian Schmid landete mit 115,5 Metern auf Rang 32 und Sechsfach-Weltmeister Johannes Rydzek knallte nach seinem missglückten Sprung auf 112,5 Metern und Rang 35 seine Bretter wutentbrannt in den Schnee.

am 25.01.2020

Zweiter Platz für Team Deutschland

NoKo Team Deutschland

Versöhnliches Ergebnis nach Rang 4 im Springen

Nach Platz 4 im Springen lief das deutsche Team in der Nordischen Kombination im 4 × 5 - km-Lauf doch noch auf einen Podestplatz. Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek, Manuel Faißt und Fabian Rießle holten sich den 2. Platz, den sie nach dem Springen anvisiert hatten. Für einen Sieg war der Abstand auf die überlegenen Norweger um den Dominator der Saison, Jarl Magnus Riieber zu gross. Die Österreicher, nach dem Springer auf Platz 2, mussten schnell ablassen. Vor allem Routinier Bernhard Gruber konnte das Tempo auf dem harten Kurs nicht mithalten. Die Japaner sicherten sich am Ende den dritten Platz, den sie bereits nach dem Springen von der Großschanze innehatten.

am 25.01.2020

Stimmen nach dem Teambewerb der NoKo

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Espen Bjoernstad, die DSV-Athleten und der Bundestrainer äußern sich über den ersten Wettkampftag in Oberstdorf

Espen Bjoernstad (NOR, Platz 1):
„Das war für uns ein wirklich sehr guter Tag. Es war schon echt großartig, oben zu sitzen und den anderen zuzusehen, wie sie gesprungen sind.
Im Langlauf haben wir es uns leicht gemacht, denn wir konnten das Rennen kontrollieren. Es ist wirklich ein super Ergebnis für uns.
Natürlich hoffe ich, dass bei der Weltmeisterschaft die Teams aus Deutschland, Österreich und Japan etwas besser springen. Es ist natürlich schön, mit einem großen Vorsprung zu gewinnen, aber ein enges Rennen macht mehr Spaß. Das macht es noch härter und den Sieg besonders. Ich hoffe auf einige spannende Rennen nächstes Jahr hier in Oberstdorf!"

Stimmen der DSV-Athleten und des Bundestrainers:

Fabian Rießle:
„Ein paar Meter mehr auf der Schanze würde ich gern morgen noch mitnehmen. Der Sprung heute war auf jeden Fall schon ein Anfang. Aber morgen werden die Karten neu gemischt.“

Johannes Rydzek:
„Ich nehme mir für die Schanze morgen einige Meter mehr vor. Das wird richtig schwierig. Die Laufstrecke ist selektiv und im Pulk zu laufen, ist noch mal spannender.“

Manuel Faißt:
„Dadurch, dass Johannes die beiden unmittelbaren Konkurrenten gleich abgehängt hat, war es für mich relativ einfach. Ich habe nur versucht, mein Tempo über die fünf Kilometer durchzulaufen. Das hat ganz gut funktioniert und mit dem zweiten Platz können wir ganz versöhnt sein.“

Vinzenz Geiger:
„Richtig cool daheim, das war ne Superstimmung, auch wenn das Rennen dann doch nicht ganz so spannend war. Wir können mit dem zweiten Platz können wir zufrieden sein."

Bundestrainer Hermann Weinbuch:
„Ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Im Springen haben wir es heute nicht so geschafft, aber im Laufen waren wir stabil stark. Daher: Licht und Schatten. Für morgen müssen wir uns vornehmen, noch näher an die Norweger heranzukommen. Fabian Rießle und Manu Faißt haben beim Springen heute gute Ansätze gezeigt, aber wir müssen noch viel Arbeit leisten, um diese Lücke zu schließen.“

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