News

Was gibt es Neues rund um die Audi Arena Allgäu Oberstdorf?

21 bis 30 von 1162123456789
am 17.02.2019

Stimmen nach dem zweiten Wettkampftag

Juliane Seyfahrt (WSV 07 Ruhla)

Maren Lundby - Tolles Wetter, tolle Kulisse, einfach perfekt

Maren Lundby (1. Platz; Norwegen): „Ich hatte ein paar tolle Wochen. Hier in Oberstdorf ist ein so tolles Wetter, eine tolle Kulisse, einfach perfekt.
Das war wieder ein erstaunlicher Tag für mich. Mir sind auf dieser wirklich tollen Schanze zwei richtig gute Sprünge gelungen. Das macht mich richtig happy. Und ja, ich bin in einer richtig guten Form so kurz vor der WM. Es tut mir echt ein bisschen leid, dass ich hier zweimal den Partycrasher gemacht habe. Das waren zwei extrem knappe Wettbewerbe. Katharina hat mir zu Saisonbeginn den Sieg in Lillehammer weggeschnappt und jetzt habe ich eben hier in Oberstdorf gewonnen. Das ist ein enger Fight zwischen uns beiden. Da muss ich echt aufpassen.
Ich bin noch nie auf der kleinen Schanze von Seefeld gesprungen, das wird sicher eine neue Erfahrung für mich. Und trotzdem fühle ich mich bereit, dort anzugreifen. Wenn ich ehrlich bin, springe ich lieber auf Großschanzen, aber die Seefelder Kleinschanze gehört eher zu den größeren, das könnte mir entgegenkommen.“

Juliane Seyfarth (2. Platz, WSV Ruhla 07): „Es hat hier mega viel Spaß gemacht. Ich mag es viel lieber, von der Großschanze zu springen. Ich bin eigentlich gar nicht so überrascht über diese Top-Platzierung, denn ich habe es heute geschafft, dass ich die Korrekturen der Trainer umgesetzt und es deutlich besser gemacht habe als gestern. Meine Sprünge am Samstag bei Rückenwind waren mit zu wenig Wirkung und mit zu wenig Höhe. Das habe ich heute viel besser gemacht. Es war heute wirklich ein Traum zu springen, ein Lob an alle, die die Schanze so toll hergerichtet haben.
Selbstläufer sind meine Sprünge noch nicht, ich muss mich auf jeden einzelnen konzentrieren. Ich hab auch vor jedem Sprung auch mein Wettkampf-Kribbeln wieder und muss den Sprung von Neuem gut ansteuern. Ich glaube, wir können ganz entspannt an die WM rangehen.
Wir haben den Team-Wettbewerb als Einstieg in die WM und freuen uns alle darauf und haben alle viel Spaß beim Springen. Da kann nicht viel schiefgehen.“

Sara Takanashi (3. Platz, Japan):
„Für mein Level, das ich momentan springe, bin ich sehr froh, überhaupt auf dem Podest zu stehen. Von daher ist das Resultat gut für mich. Ich sehe, dass es rechtzeitig vor der WM aufwärts geht. Ich habe ja in dieser Saison bei Null angefangen, deshalb schaue ich momentan nicht nur auf die Ergebnisse. Aber es ist ja klar, dass ich bei der WM mein Bestes geben will. Maren Lundby scheint wirklich unschlagbar, aber auch die anderen Springerinnen, wie Katharina Althaus oder Juliane Seyfarth, sind ihr sehr nahe gekommen. Das heißt, es ist schon möglich, sie zu bezwingen.“ *

Carina Vogt (Platz 7, SC Degenfeld):
„Die Ergebnisse sind ganz okay. Zufrieden bin ich trotzdem nicht, weil ich in keinem Wettkampf-Sprung das gezeigt habe, wie ich letzte Woche im Training hier gesprungen bin. Das ist irgendwie schon ärgerlich. Kann es momentan aber nicht ändern. Ich schaue halt, dass ich es in der kommenden Woche hier bei den letzten Trainingseinheiten vor der WM über die Anzahl der Sprünge wieder hinbekomme.
Weiß nicht, warum es nicht geklappt. Vielleicht liegt es daran, dass ich körperlich nicht ganz so fit bin wie am Mittwoch. War am Tisch eigentlich bei jedem Sprung so spät. Viele glauben grad zu wissen, dass ich zu viel will. Wenn das so den Eindruck erweckt, dann nehme ich das so an. Ich selbst habe das Gefühl nicht, weil ich ja schon gezeigt habe, dass ich es auch im Wettkampf hinbekomme und aufs Podest gesprungen bin.
Klar, letztendlich wäre es mir schon lieber, wenn ich auch jedes Mal da ganz vorne wäre, aber rein mannschaftlich freue ich mich riesig auf diese WM, die mit dem Team-Wettbewerb für uns los geht. Ich weiß, dass ich ein gutes Team um mich rumhabe und wir um eine Medaille springen. Und dann hoffe ich, dass irgendwie eine WM-Stimmung aufkommt und ich in einen Flow komme.“

Ramona Straub (13. Platz, SV Langenordnach): „Gestern war es sehr schade, dass mir 21,7 Windpunkte abgezogen wurden. Das konnte ich nicht mehr aufholen. Im Zweiten hatte ich weniger Probleme mit der Höhe. So einen Sprung könnte ich ausfliegen, wenn der Ski bei mir bleibt. Das hat er aber nicht getan. Im Ganzen bin ich froh, dass ich in dieser Saison so zurückgekommen bin. Das war ja nicht von vorn herein klar. Oberstdorf und die Atmosphäre hier sind cool. Das ist meine zweite Heimat, ich habe hier drei Jahre gewohnt, wir trainieren hier oft und man kennt sich einfach aus. Vor so einer Kulisse wie heute zu springen, das würde man sich immer wünschen. Jetzt bin ich gespannt auf Seefeld, ich kann das noch nicht einschätzen.“

DSV-Bundestrainer Andreas Bauer: „Gegen Maren Lundby ist im Moment kein Kraut gewachsen. Wir haben alles probiert und einen tollen Sport gezeigt. Gerade Juliane Seyfarth hat hier zwei tollen Sprünge gemacht. Bei der WM springen unsere Mädchen um die Medaillen mit. Mit Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Carina Vogt haben wir drei Eisen im Feuer. Hoffen wir, dass einer der Joker sticht. Neben Ramona Straub werden wir wohl noch Anna Rupprecht mitnehmen. Sie hat sich mit fünf Platzierungen gegen Svenja Würth durchgesetzt.“

am 16.02.2019

Winzige Windböe verhindert Heimsieg von Althaus

Siegerehrung Skisprung-Weltcup 16.02.2019

Beim ersten von zwei Weltcups triumphiert Norwegerin Lundby mit einem Vorsprung von 0,4 Punkten vor der Lokalmatadorin

Nicht um einen Wimpernschlag, sondern um einen Hauch Rückenwind weniger hat Skispringerin Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf ihren ersten Heimsieg bei einem Weltcup verpasst. Die 22-jährige Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang musste sich – ebenso wie bei Olympia und der gestrigen Qualifikation– nur ihrer Dauerrivalin Maren Lundby aus Norwegen geschlagen geben. Die Winzigkeit von 0,4 Punkten (oder umgerechnet 22 Zentimeter) entschied zugunsten der Gesamtweltcupführenden, die konstant auf 126 und 125,5 Metern sprang. Während Althaus als Führende nach dem ersten Durchgang (124,5 Meter) im zweiten die Tagesbestweite von 128 Meter erzielte, rechneten nicht nur die 2300 Zuschauer in der Oberstdorfer Audi Arena mit einem Triumph von Althaus, sondern die Athleten selbst auch. „Als ich über die grüne Linie gesegelt bin, dachte ich schon, dass es reicht“, sagte Althaus. Doch wie DSV-Bundestrainer Andreas Bauer aufklärte, war es eine kleine Windböe am Schanzentisch, die diesen extrem spannenden Wettkampf zugunsten von Lundby entschied. Althaus bekam 6,1 Windpunkte, die Norwegerin dagegen 12,9 Punkte. Etwas überraschend auf Rang drei landete die Slowenin Ursa Bogataj mit Sprüngen auf 114,5 und 120,5 Meter. Die Seriensiegerin von Oberstdorf, Sara Takanashi aus Japan, ging nach sechs ersten Plätzen in Folge diesmal als Vierte leer aus.
Althaus war über ihren ersten Podestplatz in ihrem Wohnzimmer dennoch sehr glücklich: „Ich sehe, dass ich in einer super Form bin und werde morgen nochmal richtig Gas geben.“
Erfreulich aus deutscher Sicht: In den Top Ten landeten neben Althaus auch noch Juliane Seyfarth (6.), Carina Vogt (8.) und Ramona Straub (9.). Svenja Würth hat sich mit Platz 22 nicht für ein Last-Minute-Ticket für die WM in Seefeld empfohlen, Anna Rupprecht, die als 24. ebenso hinter den Erwartungen blieb, hat im bisherigen Saisonverlauf die besseren Platzierungen für sich verbucht. Weltcup-Punkte sammelten auch Agnes Reisch aus Missen-Wilhams und erstmals auch Selina Freitag auf den Rängen 25 und 28. Beide trainieren am Stützpunkt Oberstdorf.

am 16.02.2019

Stimmen nach dem ersten Wettbewerb

Katharina Althaus (SC Oberstdorf)

Katharina Althaus zufrieden mit ihrer Leistung beim Heimweltcup

Maren Lundby , (1. Platz, Norwegen):
„Das war ein knapper Wettbewerb, Katharina sitzt mir immer im Nacken. Sie ist so stark und für sie ist es schade, dass sie auf ihrer Heimschanze nicht gewonnen hat. Der Sieg so kurz vor Seefeld ist nochmal wichtig fürs Selbstbewusstsein. Ich geh jetzt mit einem guten Gefühl zur WM. Aber wir fliegen erst noch einmal nach Hause. Dort wird eine Woche trainiert und dann geht es nach Seefeld.“

Katharina Althaus, (2. Platz, Skiclub Oberstdorf):
„Ein Heimsieg wäre die Krönung gewesen. Ich freue mich aber auch über den zweiten Platz. Es ist schon etwas Besonderes, wenn du als Letzte auf der Heimschanze oben hockst und das halbe Dorf, die Familie und der Freund zuschaut. Es war knapp und irgendwann werden wir heute nochmal gucken, woran es gelegen hat. Aber wir sollten nicht auf hohem Niveau meckern. Ich hatte einen wirklich guten Sprung. Jetzt geht es ins Hotel, ein bisschen was essen, dann Videoanalyse und dann das Ganze ruhig ausklingen lassen. Morgen ist ein neuer Tag. Ich fühl mich richtig gut und habe eine gute Form, erstmal für den zweiten Heimweltcup und dann für Seefeld“

Ursa Bogataj (3. Platz, Slowenien):
„Ich bin sehr glücklich über das zweite Weltcup-Podest nach dem 3. Platz in Ljubno. Maren und Katharina sind die einfach die Besten. Aber ich bin auch in guter Form, so wie unser ganzes Team. Die Zuschauer in Oberstdorf sind so toll und ich habe mich fast so gefühlt wie zuhause in Ljubno. Letztes Jahr bin ich hier in Oberstdorf schon auf den 5. Platz gesprungen, da allerdings auf der Normalschanze. Dass es auf der großen Schanze auch so gut klappt, habe ich nicht erwartet.“

Agnes Reisch (25. Platz , WSV Isny):
„Das war mein erster Weltcup-Einsatz seit dem vergangenen Jahr in Oberstdorf. Meine Leistung war relativ gut, vor allem im Training lief es. Im Wettkampf habe ich dann etwas zu viel gewollt. Ich hatte gehofft, unter die 30 zu kommen, darum bin ich sehr zufrieden. Für Seefeld wird es ein bisschen eng, Svenja Würth ist stark und Anna Rupprecht auch besser als ich. Ich würde mich freuen über ein paar Starts im Weltcup und wenn das nichts wird, kann ich ein bisschen mehr lernen für mein Abitur.“

DSV-Bundestrainer Andreas Bauer:
Über Carina Vogt (8.Platz/SV Degenfeld): „Carina wollte heute zu viel. Sie hat im Training gute Sprünge gezeigt und wollte danach das Quäntchen mehr. Sie muss eine Spur geduldiger werden, dann passiert auch wieder ein Podest. Der Abstand zu Maren und Katharina war heute zu groß, aber auf den 3. Platz hin war alles möglich.
Über Katharina Althaus (2. Platz/SC Oberstdorf): „Für Katharina freut es mich, dass sie vor dieser Kulisse diese Leistung gebracht hat. Sie hat sich nach der Silbermedaille im letzten Jahr noch positiver weiterentwickelt. Ihre Persönlichkeit ist gewachsen. In den Qualis von Hinzenbach und Ljubno hat sie gezeigt, dass sie Maren absolut ebenbürtig ist. Eine Woche vor Beginn der WM ist sie in absoluter Topform.
Über Ramona Straub (9.Platz/SC Langenordnach): Von Ramona bin ich total positiv überrascht, wenn man den ersten Sprung betrachtet. Was sie drauf hat, ist unglaublich, nur das Ganze ist noch nicht so filigran und ausgereift. Da haut sie einen raus und kann dann nichts mit dieser Höhe und Weite anfangen.
Über Juliane Seyfarth (6. Platz /WSC Ruhla 07): Juliane ist heute unter Wert geschlagen. Ihre Sprünge waren nicht ganz so sauber. Sie ist nicht die beste Abspringerin, aber fliegen kann sie.
Über Perspektiven für Seefeld: Wir legen nächste Woche in Oberstdorf noch zwei Trainingstage ein. Das gute Gefühl, auch bei Katharina Althaus, muss erhalten werden. In Seefeld könnte es einen heißen Kampf geben. Aber nicht nur Katharina und Maren sind dabei. Auch Daniela Iraschko-Stolz kommt sicher strak zurück. Und Sara Takanashi will sicher auch endlich mal bei einer WM etwas gewinnen.

am 16.02.2019

Doppelsieg für Clemens Aigner

DSC02168

Zweiter Continental Cup bringt auch Pius Paschke wieder einen Platz auf dem Podest

Doppelsieg für Clemens Aigner. Auch den zweiten Wettkampf in Continental-Cup in der Audi Arena gewann der Österreicher. Der 26-Jährige, der schon gestern ganz oben auf dem Podest stand, setzte sich mit Weiten von 131,5 m und 133,0 m (300,5 P) gegen den Slowenen Tilen Bartol (135,5 m/132,0 m, 298,0 P) und den Deutschen Pius Paschke (130,5 m/129,0 m; 295,9 P) durch. Bereits im ersten Durchgang hatte das Spitzentrio einen soliden Abstand gegenüber den nächstfolgenden Justin Rok (SLO) und Robin Pedersen (NOR).
Fast hundert eiserne Zuschauer hatten nach dem Weltcupspringen der Frauen in der Audi Arena ausgeharrt, um auch beim „Zweitliga“-Wettkampf der Männer mit zu fiebern. Sie erlebten an diesem klaren, kalten Winterabend viele gute Leistungen, eine längere Unterbrechung nach dem Sturz des Japaners Yuken Iwasa und schließlich den neuerlichen Sieg von Clemens Aigner.
Sechs Deutsche waren in diesem Wettbewerb an den Start gegangen. Bis auf Luca Roth (SV Meßstetten) hatten alle DSV-Athleten den Finaldurchgang erreicht. Ihr Bester war heute Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), der in Oberstdorf lang gelebt und trainiert hat und gestern bereits als Dritter auf dem Podium gestanden hatte.
Die weiteren deutschen Platzierungen: Moritz Baer (8. Platz, SF Gmund-Dürnbach); Felix Hoffmann (Platz 12; SWV Goldlauter), Justin Lisso (24. Platz; WSV Schmiedefeld); Philipp Raimund ( 25. Platz, SC Oberstdorf).

am 16.02.2019

Norwegerin Lundby gewinnt die Quali in Oberstdorf

Katharina Althaus (GER)

Althaus und Seyfarth knapp geschlagen auf den folgenden Plätzen

Maren Lundby bleibt auch in Oberstdorf das Maß aller Dinge bei den Skispringerinnen. Die Norwegerin gewann vor 1100 Zuschauern die Qualifikation für das erste Weltcup-Springen auf der Großschanze in der Audi Arena. Lundby holte mit der Frauen-Rekordmarke von 133,0 Metern (143,8 Punkte) und einem Vorsprung von 0,5 Punkten den Sieg vor der Lokalmatadorin Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf; 131,5/143,3). Juliane Seyfarth vom WSC Ruhla wurde mit einer Weite von 131,5 Metern (139,5 P) Dritte.
Auch fünf weitere DSV-Springerinnen zeigten gute Leistungen und kamen unter die besten 40 Athletinnen, die am morgigen Samstag den Wettkampf bestreiten. Carina Vogt (SC Degenfeld) setze sich mit einem Sprung auf 128,5 Metern (134,2 P) auf Rang fünf, Ramona Straub (SC Langenordnach, 122,5/124,3) auf Platz sieben. Svenja Würth (SV Baiersbronn) holte sich Platz 21., Agnes Reisch (WSV Isny) reihte sich einen Rang dahinter ein und Anna Rupprecht (SC Degenfeld) wurde 26. Auch Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) schaffte als 32. den Sprung in den Wettkampf.
Drei DSV-Athletinnen blieben auf der Strecke: Alina Ihle (SV Biberau), JWM-Medaillengewinnerin Josephin Laue (SFV Rothenburg) und Arantxa Sancho (SG Nickelhütte Aue) überstanden die Qualifikation nicht.

Katharina Althaus, die hinter Lundby auf dem zweiten Platz im Gesamtweltcup liegt, zeigte sich nach der Qualifikation zufrieden mit ihrer Leistung. Vor heimischer Kulisse zu springen, sei schon noch mal etwas ganz Besonderes. Auch wenn die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld nun schon so nah sei, werde sie ihren Fokus erst einmal auf die beiden Springen in Oberstdorf richten. Danach gelte es, sich vorzubereiten auf drei mögliche Medaillen im österreichischen Seefeld. „Es ist richtig cool, dass wir durch die positive Entscheidung für einen Team-Wettbewerb nun drei Chancen auf Medaillen haben“, freut sie sich auf die Titelkämpfe in Tirol.

am 15.02.2019

Zwei deutsche Podestplätze beim Conti-Cup

Siegerehrung

DSV-Skispringer Felix Hoffmann und Pius Paschke landen auf den Plätzen 2. und 3.

Frühes Aufstehen war angesagt für die 59 Skispringer des ersten Continental-Cups, der heute im Vorfeld des Frauen-Weltcups stattfand. In einem hochklassig besetzten Wettbewerb zeigten sich die deutschen Athleten hellwach. Am Ende besetzten der 21-jährige Felix Hoffmann (SWV Goldlauter) und der 28-Jährige Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) nach Clemens Aigner (AUT) die Podestplätze 2 und 3. Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) landete auf den fünften Platz.
Alle sechs Athleten zeigten im ersten Durchgang überzeugende Leistungen, mit denen sie sich allesamt für das Finale qualifizierten. Pius Paschke, Felix Hoffmann und Moritz Baer landeten gar unter den Top 5. Diese Positionen sicherten die DSV-Springer dann im Finaldurchgang ab: Felix Hoffmann (136,5 m/132,0 m) wurde mit einem Rückstand von nur einem Punkt hinter den Österreicher Clemens Aigner (136,5m/132,0m) Zweiter. Pius Paschke, der beim letzten Continental-Cup in Iron Mountain (USA) gesiegt hatte, wurde mit Weiten von 133,5 und 131,5 Metern Dritter.
Pius Paschke freute sich nach dem Wettkampf über die Top-Bedingungen beim ersten Wettkampf im Continentalcup. „Immer wieder gern“, komme er nach Oberstdorf zurück, wo er zur Schule gegangen und jahrelang trainiert habe. „Dass die Veranstalter hier immer eine hervorragende Arbeit für Top-Wettbewerbe leisten, ist ja ohnehin bekannt“, meinte der Sieger von Iron Mountain. Neuer Tag, neues Glück - nach dieser Devise will der 28-Jährige in den zweiten Wettbewerb gehen, der am morgigen Samstag ab 17.30 Uhr direkt im Anschluss an den Wettkampf der Frauen ausgetragen wird.

am 14.02.2019

Ein Viertel aller Starterinnen trägt schwarz-rot-gold

Nationencup

Zwölf Skispringerinnen des DSV nehmen am Freitag die Qualifikation für den Frauen-Weltcup in Angriff

Mit zwei Trainingsdurchgängen ab 15 Uhr und der Qualifikation ab 17 Uhr starten am Freitag die weltbesten Skispringerinnen ins Weltcup-Wochenende von Oberstdorf. Mit 47 Athletinnen aus zwölf Nationen ist der Wettkampf kurz vor der Nordischen Ski-WM zwar nicht so stark besetzt wie im vergangenen Jahr (53), die Top Ten der Weltcup-Gesamtwertung sind aber mit Ausnahme der erkrankten Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz allesamt dabei.
Der Deutsche Skiverband mit Bundestrainer Andreas Bauer startet mit insgesamt zwölf Springerinnen und stellen damit ein Viertel aller Teilnehmerinnen. Angeführt von der Weltcup-Zweiten und Lokalmatadorin Katharina Althaus (22/SC Oberstdorf) haben beim Heimspiel auch Juliane Seyfarth (28/WSC Ruhla), Carina Vogt (26/SC Degenfeld) und Ramona Straub (25/SC Langenordnach) gute Chancen, ganz vorne mitzumischen. Erstmals nach ihrer langwierigen Verletzungspause kehrt die 25-jährige Svenja Würth vom SV Baiersbronn auf die Großschanze zurück. Weitere Starterinnen des DSV sind: Anna Rupprecht (22/SC Degenfeld), Pauline Hessler (20/WSV Lauscha) und aus der nationalen Gruppe Agnes Reisch (19/WSV Isny), Arantxa Lancho (18), Selina Freitag (17/beide SG Nickelhütte Aue), Josephine Laue (17/SV Rothenburg) und das 16-jährige Küken im Team, Alina Ihle vom SV Biberau. (twß)

am 14.02.2019

59 Männer rahmen den Oberstdorfer Frauen-Weltcup ein

2017 01 06 Skisprung Damen 0508

Auf der Großschanze im Schattenberg-Stadion finden am Wochenende auch zwei Continental-Cup-Springen statt

Oberstdorf, der WM-Ort von 2021, ist mit der großen Schattenbergschanze am kommenden Wochenende nicht nur Ausrichter von zwei Frauen-Weltcup-Veranstaltungen, sondern auch von zwei zweitklassigen Continental-Cup-Springen. 59 Athleten aus 17 Ländern kämpfen am Freitag ab 9.45 Uhr und am Samstag ab etwa 18 Uhr um wertvolle FIS-Punkte, die letztlich maßgebend sind für das Aufrücken in die jeweiligen Weltcup-Teams. Für den Deutschen Skiverband starten sechs Skispringer:
Philipp Raimund (18 Jahre/SC Oberstdorf), Luca Roth (18/SV Meßstetten), Justin Lisso (19/WSV Schmiedefeld), Moritz Baer (21/SF Gmund-Duernbach), Felix Hoffmann (21/SWV Goldlauter) und Pius Paschke (18/WSV Kiefersfelden), der erst vor einer Woche den Continental-Cup in Iron Mountain in den USA gewann und Ende 2017 mit dem zweiten Platz mit der deutschen Mannschaft im finnischen Ruka sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis erzielte. (twß)

Zeitplan Continental-Cup:
Freitag, 8 Uhr: Training und Probedurchgang, 9.45 Uhr 1. Wertungsdurchgang (alle Teilnehmer), anschließend 2. Wertungsdurchgang der Top 30.
Samstag, 17.30 Uhr: Probedurchgang, anschließend 1. Wertungsdurchgang (alle Teilnehmer), anschließend 2. Wertungsdurchgang der Top 30.

am 11.02.2019

Julian Schmid erzielt in Lathi bestes Ergebnis seiner Karierre

Julian Schmid

Junioren-Weltmeister Julian Schmid hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt.

Junioren-Weltmeister Julian Schmid hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt. In Abwesenheit der deutschen Topstars sorgte der 19-Jährige aus Oberstdorf als 15. für ein Ausrufezeichen. "Platz 15, das ist top. Natürlich bin ich froh", sagte Schmid nach einem harten Rennen. "Es hat heute viel Kraft gekostet, mit den guten Läufern mitzuhalten. Da sieht man, dass die anderen Jungs ein paar Kilometer mehr in den Haxen haben als ich." "Julian hat ein super Wochenende abgeliefert. Gratulation, für den jungen Burschen ist das eine coole Sache", sagt Björn Kircheisen, der das B-Team in Finnland betreute.
Das deutsche Toptalent Schmid hatte zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle bei der Junioren-WM zwei Goldmedaillen gewonnen.

Der ebenfalls ins kalte Wasser geworfene Clubkollege Wendelin Thannheimer vom SC Oberstdorf verfehlten die Punkteränge trotz guter Leistungen auf Platz 33. knapp.

Schmid hatte bereits an der Seite von Maximilian Pfordte im Teamsprint den elften Rang unter den 16 Duos geholt. Wendelin Thannheimer erreichte mit Partner Martin Hahn hier den 14. Rang.

Text: Eurosport

am 11.02.2019

Nur Geiger überzeugt

Der Oberstdorfer rettet die deutsche Bilanz beim Weltcup in Lahti

Erst der Jubel über Platz zwei im Team-Springen, dann die Ernüchterung im Einzel: Die deutschen Skispringer sind zwei Wochen vor dem WM-Start noch zu unkonstant. Nachdem Karl Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe im Mannschaftswettbewerb nur von den starken Österreichern knapp geschlagen worden waren, kam im Einzel Geiger nach einer enormen Steigerung im zweiten Durchgang als bester DSV-Adler wenigstens noch auf Rang sechs. Nach dem ersten Versuch hatte er noch auf Platz 16 rangiert. Der Sieg ging nach Sprüngen auf 132,5 und 129 Meter an den Polen Kamil Stoch vor Vierschanzentournee-Sieger und Weltcup-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi aus Japan und Robert Johansson aus Norwegen.

„Das war doch sehr ernüchternd“, sagte Bundestrainer Werner Schuster mit sorgenvoller Miene, nachdem seine Schützlinge alles andere als souverän vom großen Bakken der WM-Schanze von 2017 gegangen waren. Damit meinte er in erster Linie die beiden Großen der jüngeren Vergangenheit, Richard Freitag und Andreas Wellinger. Freitag schaffte als 19. erneut nicht die WM-Norm, Olympiasieger Wellinger erreichte als 32. des ersten Durchgangs nicht einmal das Finale. Wenigstens auf Karl Geiger konnte sich Schuster verlassen. „Drei von vier Wettkampfsprüngen hier waren sehr gut von ihm. Das sollte ihm Auftrieb geben“, sagte Schuster, der den derzeit besten DSV-Springer, Markus Eisenbichler, zu Regnerationszwecken daheim gelassen hatte. „Im ersten Durchgang war ich noch zu gierig und war sehr asymmetrisch aufgestellt. Der zweite Versuch war dann wieder okay. Die Schritte gehen wieder nach vorn. Ich weiß jetzt: Wenn meine Sprünge kommen, dann kommen sie richtig“, sagte der Oberstdorfer.

Einen Lichtblick für die Zukunft hatte der Bundestrainer gesehen. Martin Hamann aus Aue landete als zweitbester Deutscher auf Platz 15 und schaffte sein bestes Karriere-Ergebnis. „Mit Karl Geiger, Stephan Leyhe und Markus Eisenbichler haben wir aber drei feste Bänke. Ich hoffe, dass wir wenigstens einen der beiden ,big names‘, Richard Freitag und Andreas Wellinger, noch in WM-Form bringen“, sagte der Bundestrainer.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 11.02.2019

21 bis 30 von 1162123456789