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Was gibt es Neues rund um die Audi Arena Allgäu Oberstdorf?

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am 16.02.2019

Doppelsieg für Clemens Aigner

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Zweiter Continental Cup bringt auch Pius Paschke wieder einen Platz auf dem Podest

Doppelsieg für Clemens Aigner. Auch den zweiten Wettkampf in Continental-Cup in der Audi Arena gewann der Österreicher. Der 26-Jährige, der schon gestern ganz oben auf dem Podest stand, setzte sich mit Weiten von 131,5 m und 133,0 m (300,5 P) gegen den Slowenen Tilen Bartol (135,5 m/132,0 m, 298,0 P) und den Deutschen Pius Paschke (130,5 m/129,0 m; 295,9 P) durch. Bereits im ersten Durchgang hatte das Spitzentrio einen soliden Abstand gegenüber den nächstfolgenden Justin Rok (SLO) und Robin Pedersen (NOR).
Fast hundert eiserne Zuschauer hatten nach dem Weltcupspringen der Frauen in der Audi Arena ausgeharrt, um auch beim „Zweitliga“-Wettkampf der Männer mit zu fiebern. Sie erlebten an diesem klaren, kalten Winterabend viele gute Leistungen, eine längere Unterbrechung nach dem Sturz des Japaners Yuken Iwasa und schließlich den neuerlichen Sieg von Clemens Aigner.
Sechs Deutsche waren in diesem Wettbewerb an den Start gegangen. Bis auf Luca Roth (SV Meßstetten) hatten alle DSV-Athleten den Finaldurchgang erreicht. Ihr Bester war heute Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), der in Oberstdorf lang gelebt und trainiert hat und gestern bereits als Dritter auf dem Podium gestanden hatte.
Die weiteren deutschen Platzierungen: Moritz Baer (8. Platz, SF Gmund-Dürnbach); Felix Hoffmann (Platz 12; SWV Goldlauter), Justin Lisso (24. Platz; WSV Schmiedefeld); Philipp Raimund ( 25. Platz, SC Oberstdorf).

am 16.02.2019

Norwegerin Lundby gewinnt die Quali in Oberstdorf

Katharina Althaus (GER)

Althaus und Seyfarth knapp geschlagen auf den folgenden Plätzen

Maren Lundby bleibt auch in Oberstdorf das Maß aller Dinge bei den Skispringerinnen. Die Norwegerin gewann vor 1100 Zuschauern die Qualifikation für das erste Weltcup-Springen auf der Großschanze in der Audi Arena. Lundby holte mit der Frauen-Rekordmarke von 133,0 Metern (143,8 Punkte) und einem Vorsprung von 0,5 Punkten den Sieg vor der Lokalmatadorin Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf; 131,5/143,3). Juliane Seyfarth vom WSC Ruhla wurde mit einer Weite von 131,5 Metern (139,5 P) Dritte.
Auch fünf weitere DSV-Springerinnen zeigten gute Leistungen und kamen unter die besten 40 Athletinnen, die am morgigen Samstag den Wettkampf bestreiten. Carina Vogt (SC Degenfeld) setze sich mit einem Sprung auf 128,5 Metern (134,2 P) auf Rang fünf, Ramona Straub (SC Langenordnach, 122,5/124,3) auf Platz sieben. Svenja Würth (SV Baiersbronn) holte sich Platz 21., Agnes Reisch (WSV Isny) reihte sich einen Rang dahinter ein und Anna Rupprecht (SC Degenfeld) wurde 26. Auch Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) schaffte als 32. den Sprung in den Wettkampf.
Drei DSV-Athletinnen blieben auf der Strecke: Alina Ihle (SV Biberau), JWM-Medaillengewinnerin Josephin Laue (SFV Rothenburg) und Arantxa Sancho (SG Nickelhütte Aue) überstanden die Qualifikation nicht.

Katharina Althaus, die hinter Lundby auf dem zweiten Platz im Gesamtweltcup liegt, zeigte sich nach der Qualifikation zufrieden mit ihrer Leistung. Vor heimischer Kulisse zu springen, sei schon noch mal etwas ganz Besonderes. Auch wenn die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld nun schon so nah sei, werde sie ihren Fokus erst einmal auf die beiden Springen in Oberstdorf richten. Danach gelte es, sich vorzubereiten auf drei mögliche Medaillen im österreichischen Seefeld. „Es ist richtig cool, dass wir durch die positive Entscheidung für einen Team-Wettbewerb nun drei Chancen auf Medaillen haben“, freut sie sich auf die Titelkämpfe in Tirol.

am 15.02.2019

Zwei deutsche Podestplätze beim Conti-Cup

Siegerehrung

DSV-Skispringer Felix Hoffmann und Pius Paschke landen auf den Plätzen 2. und 3.

Frühes Aufstehen war angesagt für die 59 Skispringer des ersten Continental-Cups, der heute im Vorfeld des Frauen-Weltcups stattfand. In einem hochklassig besetzten Wettbewerb zeigten sich die deutschen Athleten hellwach. Am Ende besetzten der 21-jährige Felix Hoffmann (SWV Goldlauter) und der 28-Jährige Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) nach Clemens Aigner (AUT) die Podestplätze 2 und 3. Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) landete auf den fünften Platz.
Alle sechs Athleten zeigten im ersten Durchgang überzeugende Leistungen, mit denen sie sich allesamt für das Finale qualifizierten. Pius Paschke, Felix Hoffmann und Moritz Baer landeten gar unter den Top 5. Diese Positionen sicherten die DSV-Springer dann im Finaldurchgang ab: Felix Hoffmann (136,5 m/132,0 m) wurde mit einem Rückstand von nur einem Punkt hinter den Österreicher Clemens Aigner (136,5m/132,0m) Zweiter. Pius Paschke, der beim letzten Continental-Cup in Iron Mountain (USA) gesiegt hatte, wurde mit Weiten von 133,5 und 131,5 Metern Dritter.
Pius Paschke freute sich nach dem Wettkampf über die Top-Bedingungen beim ersten Wettkampf im Continentalcup. „Immer wieder gern“, komme er nach Oberstdorf zurück, wo er zur Schule gegangen und jahrelang trainiert habe. „Dass die Veranstalter hier immer eine hervorragende Arbeit für Top-Wettbewerbe leisten, ist ja ohnehin bekannt“, meinte der Sieger von Iron Mountain. Neuer Tag, neues Glück - nach dieser Devise will der 28-Jährige in den zweiten Wettbewerb gehen, der am morgigen Samstag ab 17.30 Uhr direkt im Anschluss an den Wettkampf der Frauen ausgetragen wird.

am 14.02.2019

Ein Viertel aller Starterinnen trägt schwarz-rot-gold

Nationencup

Zwölf Skispringerinnen des DSV nehmen am Freitag die Qualifikation für den Frauen-Weltcup in Angriff

Mit zwei Trainingsdurchgängen ab 15 Uhr und der Qualifikation ab 17 Uhr starten am Freitag die weltbesten Skispringerinnen ins Weltcup-Wochenende von Oberstdorf. Mit 47 Athletinnen aus zwölf Nationen ist der Wettkampf kurz vor der Nordischen Ski-WM zwar nicht so stark besetzt wie im vergangenen Jahr (53), die Top Ten der Weltcup-Gesamtwertung sind aber mit Ausnahme der erkrankten Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz allesamt dabei.
Der Deutsche Skiverband mit Bundestrainer Andreas Bauer startet mit insgesamt zwölf Springerinnen und stellen damit ein Viertel aller Teilnehmerinnen. Angeführt von der Weltcup-Zweiten und Lokalmatadorin Katharina Althaus (22/SC Oberstdorf) haben beim Heimspiel auch Juliane Seyfarth (28/WSC Ruhla), Carina Vogt (26/SC Degenfeld) und Ramona Straub (25/SC Langenordnach) gute Chancen, ganz vorne mitzumischen. Erstmals nach ihrer langwierigen Verletzungspause kehrt die 25-jährige Svenja Würth vom SV Baiersbronn auf die Großschanze zurück. Weitere Starterinnen des DSV sind: Anna Rupprecht (22/SC Degenfeld), Pauline Hessler (20/WSV Lauscha) und aus der nationalen Gruppe Agnes Reisch (19/WSV Isny), Arantxa Lancho (18), Selina Freitag (17/beide SG Nickelhütte Aue), Josephine Laue (17/SV Rothenburg) und das 16-jährige Küken im Team, Alina Ihle vom SV Biberau. (twß)

am 14.02.2019

59 Männer rahmen den Oberstdorfer Frauen-Weltcup ein

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Auf der Großschanze im Schattenberg-Stadion finden am Wochenende auch zwei Continental-Cup-Springen statt

Oberstdorf, der WM-Ort von 2021, ist mit der großen Schattenbergschanze am kommenden Wochenende nicht nur Ausrichter von zwei Frauen-Weltcup-Veranstaltungen, sondern auch von zwei zweitklassigen Continental-Cup-Springen. 59 Athleten aus 17 Ländern kämpfen am Freitag ab 9.45 Uhr und am Samstag ab etwa 18 Uhr um wertvolle FIS-Punkte, die letztlich maßgebend sind für das Aufrücken in die jeweiligen Weltcup-Teams. Für den Deutschen Skiverband starten sechs Skispringer:
Philipp Raimund (18 Jahre/SC Oberstdorf), Luca Roth (18/SV Meßstetten), Justin Lisso (19/WSV Schmiedefeld), Moritz Baer (21/SF Gmund-Duernbach), Felix Hoffmann (21/SWV Goldlauter) und Pius Paschke (18/WSV Kiefersfelden), der erst vor einer Woche den Continental-Cup in Iron Mountain in den USA gewann und Ende 2017 mit dem zweiten Platz mit der deutschen Mannschaft im finnischen Ruka sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis erzielte. (twß)

Zeitplan Continental-Cup:
Freitag, 8 Uhr: Training und Probedurchgang, 9.45 Uhr 1. Wertungsdurchgang (alle Teilnehmer), anschließend 2. Wertungsdurchgang der Top 30.
Samstag, 17.30 Uhr: Probedurchgang, anschließend 1. Wertungsdurchgang (alle Teilnehmer), anschließend 2. Wertungsdurchgang der Top 30.

am 11.02.2019

Julian Schmid erzielt in Lathi bestes Ergebnis seiner Karierre

Julian Schmid

Junioren-Weltmeister Julian Schmid hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt.

Junioren-Weltmeister Julian Schmid hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lahti das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt. In Abwesenheit der deutschen Topstars sorgte der 19-Jährige aus Oberstdorf als 15. für ein Ausrufezeichen. "Platz 15, das ist top. Natürlich bin ich froh", sagte Schmid nach einem harten Rennen. "Es hat heute viel Kraft gekostet, mit den guten Läufern mitzuhalten. Da sieht man, dass die anderen Jungs ein paar Kilometer mehr in den Haxen haben als ich." "Julian hat ein super Wochenende abgeliefert. Gratulation, für den jungen Burschen ist das eine coole Sache", sagt Björn Kircheisen, der das B-Team in Finnland betreute.
Das deutsche Toptalent Schmid hatte zwei Wochen zuvor an gleicher Stelle bei der Junioren-WM zwei Goldmedaillen gewonnen.

Der ebenfalls ins kalte Wasser geworfene Clubkollege Wendelin Thannheimer vom SC Oberstdorf verfehlten die Punkteränge trotz guter Leistungen auf Platz 33. knapp.

Schmid hatte bereits an der Seite von Maximilian Pfordte im Teamsprint den elften Rang unter den 16 Duos geholt. Wendelin Thannheimer erreichte mit Partner Martin Hahn hier den 14. Rang.

Text: Eurosport

am 11.02.2019

Nur Geiger überzeugt

Der Oberstdorfer rettet die deutsche Bilanz beim Weltcup in Lahti

Erst der Jubel über Platz zwei im Team-Springen, dann die Ernüchterung im Einzel: Die deutschen Skispringer sind zwei Wochen vor dem WM-Start noch zu unkonstant. Nachdem Karl Geiger, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe im Mannschaftswettbewerb nur von den starken Österreichern knapp geschlagen worden waren, kam im Einzel Geiger nach einer enormen Steigerung im zweiten Durchgang als bester DSV-Adler wenigstens noch auf Rang sechs. Nach dem ersten Versuch hatte er noch auf Platz 16 rangiert. Der Sieg ging nach Sprüngen auf 132,5 und 129 Meter an den Polen Kamil Stoch vor Vierschanzentournee-Sieger und Weltcup-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi aus Japan und Robert Johansson aus Norwegen.

„Das war doch sehr ernüchternd“, sagte Bundestrainer Werner Schuster mit sorgenvoller Miene, nachdem seine Schützlinge alles andere als souverän vom großen Bakken der WM-Schanze von 2017 gegangen waren. Damit meinte er in erster Linie die beiden Großen der jüngeren Vergangenheit, Richard Freitag und Andreas Wellinger. Freitag schaffte als 19. erneut nicht die WM-Norm, Olympiasieger Wellinger erreichte als 32. des ersten Durchgangs nicht einmal das Finale. Wenigstens auf Karl Geiger konnte sich Schuster verlassen. „Drei von vier Wettkampfsprüngen hier waren sehr gut von ihm. Das sollte ihm Auftrieb geben“, sagte Schuster, der den derzeit besten DSV-Springer, Markus Eisenbichler, zu Regnerationszwecken daheim gelassen hatte. „Im ersten Durchgang war ich noch zu gierig und war sehr asymmetrisch aufgestellt. Der zweite Versuch war dann wieder okay. Die Schritte gehen wieder nach vorn. Ich weiß jetzt: Wenn meine Sprünge kommen, dann kommen sie richtig“, sagte der Oberstdorfer.

Einen Lichtblick für die Zukunft hatte der Bundestrainer gesehen. Martin Hamann aus Aue landete als zweitbester Deutscher auf Platz 15 und schaffte sein bestes Karriere-Ergebnis. „Mit Karl Geiger, Stephan Leyhe und Markus Eisenbichler haben wir aber drei feste Bänke. Ich hoffe, dass wir wenigstens einen der beiden ,big names‘, Richard Freitag und Andreas Wellinger, noch in WM-Form bringen“, sagte der Bundestrainer.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 11.02.2019

am 11.02.2019

Wieder knapp am Podest vorbei

Katharina Althaus springt auf Platz vier

Katharina Althaus hat ihren nächsten Podestplatz beim Skisprung-Weltcup im slowenischen Ljubno knapp verpasst. Als beste Deutsche belegte die Oberstdorferin im ersten Wettbewerb nach Sprüngen auf 89,5 und 88 Meter den vierten Platz. Den Sieg sicherte sich erneut die derzeit überragende norwegische Olympiasiegerin Maren Lundby, die zweimal 90,5 Meter sprang und Führende im Gesamtweltcup bleibt. Zweitbeste Deutsche wurde Juliane Seyfarth als Fünfte, Carina Vogt schaffte es als Neunte ebenfalls unter die Top Ten. Hinter Lundby belegte die Japanerin Sara Takanashi den zweiten Rang, Dritte wurde Ursa Bogataj aus Slowenien.

Das zweite Einzelspringen der Damen in Slowenien verzögerte sich aufgrund starken Windes und auch zwischen den Springerinnen musste mehrmals unterbrochen werden. So dauerte der erste Durchgang mehr als eineinhalb Stunden. Die Oberstdorferin Katharina Althaus hatte mit ungünstigen Windverhältnissen zu kämpfen, so dass sie am Ende auf Rang 10. landete Der Sieg ging an die Japanerin Sara Takanashi, die Norwegerin Maren Lundby wurde Zweite. Beste Deutsche war Juliane Seyfarth auf Rang drei.

Den zweiten Teamwettbewerb der WM-Saison gewannen die deutschen Skispringerinnen um die Olympiazweite Katharina Althaus aber wieder souverän. Althaus, Carina Vogt, Anna Rupprecht und Juliane Seyfarth setzten sich nach acht Sprüngen mit 1001,3 Punkten klar vor Gastgeber Slowenien (975,9) und Österreich (936,9) durch. Vor allem die dreimalige Saisonsiegerin Althaus überragte mit Sprüngen auf 86,0 und 89,5 m. Das DSV-Quartett unterstrich damit seine Favoritenrolle für die WM in Seefeld, wo der Wettbewerb erstmals zum Programm gehört. Davor gibt es noch den Heimweltcup auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 09.02.2019/sport.de

am 11.02.2019

Comeback mit Höhen und Tiefen

Jonas Schmid fährt bei seinem ersten Weltcup seit 2017 auf Platz zwei und Johanna Holzmann schafft’s am Oberjoch an beiden Tagen aufs Podest.

Jonas Schmid ist zurück. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, hochgerissenen Armen und geballten Fäusten jubelt der 26-jährige Telemarker vom SC Oberstdorf ausgelassen im Zielbereich. Wenige Augenblicke zuvor hat sich der Oberallgäuer bei seinem ersten Weltcup nach knapp zweijähriger Verletzungspause Platz zwei gesichert – und das ausgerechnet beim Heimrennen am Oberjoch. Ein gelungenes Comeback, mit dem der Bad Hindelanger nie gerechnet hätte. „Dass es gleich auf Anhieb wieder so gut funktioniert, war nicht abzusehen. Es ist ein unglaubliches Gefühl, so stark zurückgekommen zu sein“, freut sich Schmid. Der gebürtige Oberstdorfer muss sich am Grenzwieslift lediglich dem Weltcup-Dritten Bastien Dayer aus der Schweiz geschlagen geben.

Für Schmid ist die Podest-Platzierung das Ende einer langen Leidenszeit. Im Winter 2017 stürzte er beim Skifahren mit Freunden schwer, erlitt einen doppelten Halswirbelbruch. „Ehrlich gesagt kann ich mich glücklich schätzen, dass ich überhaupt noch laufen kann. Das hätte auch ganz böse enden können“, blickt Schmid zurück. Nach seinem Sturz und einer langen Genesungsphase kämpfte sich der Allgäuer durch hartes Training zurück in den Wettkampf-Modus. „Ich habe die Pause intensiv genutzt, um mich technisch weiterzuentwickeln“, erzählt Schmid. Und den Beweis, dass er wieder ganz der Alte zu sein scheint, liefert der deutsche Teamkapitän beim Classic Sprint mit Rang zwei allemal.

Da dürfte es der WM-Bronze- Gewinner von 2015 sogar halbwegs verkraftet haben, dass für ihn tags darauf beim Parallel-Sprint, bei dem sich die Athleten auf direkt nebeneinanderliegenden Pisten zeitgleich miteinander messen, bereits im Achtelfinale Schluss ist. Aufgrund einer Kollision mit seinem Kontrahenten Noe Claye wird Schmid disqualifiziert. Er habe seine Richtung unerlaubt gewechselt und somit den Zusammenprall mit dem Franzosen provoziert, lautet die Begründung der Jury. Eine Entscheidung, die Schmid nicht nachvollziehen kann. „Das ist ärgerlich. Ich wollte kurz nach dem Kreisel ganz normal innen an ihm vorbeiziehen. Es ist schade, dass die Jury so entschieden hat. Aber das muss ich akzeptieren“, sagt Schmid. Sein Fokus liege jetzt voll und ganz auf der Weltmeisterschaft Mitte März im norwegischen Rjukan. „Da will ich’s richtig rauchen lassen“, zeigt sich der Hindelanger schon wieder angriffslustig. Den Parallel-Sprint der Männer gewinnt Trym Nygaard Loeken (Norwegen) vor dem Franzosen Philippe Lau und Stefan Matter aus der Schweiz.

Bei den Frauen ist die Seriensiegerin und Gesamtführende des Weltcups Amelie Wenger-Reymond (Schweiz) einmal mehr das Maß der Dinge. Die 31-Jährige siegte bereits am Samstag im Classic Sprint. Am darauffolgenden Tag ringt sie in einem packenden Finale Lokalmatadorin Johanna Holzmann vom SC Oberstdorf nieder, setzt sich letztlich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 16tausendstel Sekunden durch und sichert sich ihren zweiten Triumph. Wenger-Reymond sagt anschließend: „Es war so eng zwischen uns, dass ich anfangs gar nicht wusste, wer gewonnen hat. Ich habe es erst realisiert, als das Ergebnis auf der großen LED–Wand eingeblendet wurde.“ Holzmann, die sich der Schweizerin schon im Classic Sprint nur knapp geschlagen geben musste, meint: „Schade, dass es nicht für den Sieg gereicht hat. Aber ich bin an beiden Tagen leider nicht fehlerfrei gefahren.“ Im Großen und Ganzen sei sie dennoch glücklich über ihr Abschneiden beim Heimrennen. Schließlich sind die beiden zweiten Plätze die bislang besten Saisonergebnisse der 23-jährigen Allgäuerin. „Der Start in den Winter war bei mir ein bisschen holprig. Aber jetzt komme ich immer besser in Fahrt. Ich hoffe, dass es in den nächsten Rennen auch wieder für ganz vorne reicht“, sagt die zwölffache Junioren- Weltmeisterin.

Grund zur Freude hat auch ihr älterer Bruder Benedikt Holzmann. Der 27-Jährige feiert mit Rang drei im Classic Sprint seinen ersten Podest-Erfolg am Oberjoch. „Ich bin jetzt genau da, wo ich hin wollte. Das war ein super Wochenende für mich“, resümiert Holzmann.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt, 11.02.2019

am 03.02.2019

Stimmen nach dem 3. Wettkampftag

Siegerehrung Sonntag

Klimov: "Der schönste Geburtstag meines Lebens!"

KAMIL STOCH (Platz 1, Polen):
„Das Gefühl fürs Fliegen war heute gut. Die Bedingungen waren schwierig und wir mussten vorsichtig sein, aber die Anlage war sehr gut präpariert. Ich war sehr zufrieden. Diese Schanze liebe ich, weil sie ein besonderes Profil hat, weil du hier das Fliegen genießen kannst und das Publikum gut siehst und hörst.
Kobayashi ist in fantastischer Form, aber für mich geht es nicht darum, ihn zu schlagen, sondern auf meine eigene Leistung zu schauen. Es gibt in der nächsten Zeit noch ein paar schöne Wettkämpfe.“

EVGENY KLIMOV (Platz 2, Russland):
„Nach dem 23. und dem 29. Platz an den Vortagen bin ich an meinem Geburtstag sehr glücklich über den zweiten Platz heute. Das ist der schönste Geburtstag in meinem Leben. Vor vier Jahren bin ich von der Nordischen Kombination zu den Spezialspringern gewechselt. Diese Entscheidung wurde damals in Abstimmung mit den Trainern beider Disziplinen getroffen. Es war harte Arbeit, aber der richtige Weg, auf dem ich mich Stück für Stück voran gearbeitet habe. Dieser zweite Platz ist wieder ein guter Schritt in Richtung Weltmeisterschaft.“

DAWID KUBACKI (Platz 3, Polen):
„ Gestern ist es nicht so gut gelaufen. Ich habe meine Beine gespürt nach dem harten ersten Tag. Aber dieser eine Aussetzer macht nichts, darüber werde ich nicht jammern, sondern weitermachen. Der dritte Platz heute hat gezeigt, dass es gut weiter geht. Mein erster Sieg in Predazzo war sehr gut und dafür habe ich lang gearbeitet. Er war die Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Nun heißt es, sich nicht drauf auszuruhen, sondern nach vorn schauen. Ein großer Dank gilt unseren vielen polnischen Fans, die überall mit hinreisen und uns großartig unterstützen. Auch hier in Oberstdorf.“

MARKUS EISENBICHLER (TSV Siegsdorf/10.):
„Ich glaube, die Möglichkeiten wären schon da gewesen. Beim zweiten hätte ich eigentlich die Möglichkeit gehabt. Ich merke einfach, dass die Luft raus ist. Die letzten zwei Tage haben total geschlaucht, wir tun uns extrem schwer. Auch das lange Warten heute bei der Quali, wenn man nicht weiß was los ist, hat auch nicht geholfen. Rundrum bin ich aber eigentlich echt zufrieden. Ich bin heute noch mal Zehnter geworden, das ist auch nicht so schlecht. Natürlich wäre heute mehr drin gewesen, aber ich bin einfach ein bisschen durch, und fertig. Ich bin froh, wenn ich heim komme und ein bisschen Ruhe habe.

Mein allgemeines Fazit für dieses Wochenende lautet kurz und knapp: sehr gut!

Ich muss noch mit den Trainern reden, aber ich würde sehr gerne Lahti auslassen. Ich möchte lieber zu Hause trainieren, und mich erholen und dann in Willingen wieder angreifen und noch mal reinkommen.

Es war in den letzten Wochen schon sehr viel, ich habe ein bisschen das Selbstvertrauen verloren. Ich konnte das alles von den letzten Wochen auch nicht richtig verarbeiten, war alles Schlag auf Schlag gehen. Dann kann man schon mal den Fokus verlieren. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden wie es gelaufen ist und muss mich jetzt einfach erst mal erholen.

Beim Skispringen geht es ganz schnell mal bergauf oder bergab. Bei uns ist im Moment im Team der Wurm drin, ich weiß auch nicht warum."

Bundestrainer Werner Schuster:
" Wenn du beim Skifliegen zu lang hinterher läufst, verlierst du das Zutrauen. Es ist sehr schwierig, bei 100 km/h einzugreifen. Das war deutlich unter dem Niveau, was die Jungs springen können, und was wir uns erwarten.

Grundsätzlich ist es aber speziell mit Markus deutlich besser gelaufen als ich es gedacht hatte. Es waren ein paar fantastische Flüge dabei. Aber bei den anderen ist es einfach so, bei ihnen passen Kleinigkeiten nicht, und je länger du auf dieser Schanze hier bist, um so verkrampfter bist du. Und deswegen war es natürlich weit weg von dem Leistungsniveau, das die Jungs wirklich drauf haben.

Anders wäre es mir natürlich schon lieber gewesen. Man sieht hier, die Polen sind sehr sauber gesprungen, kommen auch als starke Mannschaft. Die Norweger waren als Team vielleicht nicht ganz so gut, aber mit Tande hatten sie schon einen guten, auch die Österreicher haben einen Auftrieb, also leicht wird es nicht für uns.

Es wird schon hoher Anstrengung bedürfen und großer Konzentration, um in den nächsten zwei Wochen einen Schritt nach vorne machen zu können. Wir werden versuchen, es zu analysieren und zu steuern. Die Zeit ist knapp. Lahti kommt jetzt grad recht. Das ist eine Schanze, die die Jungs gut kennen und wo auch jemand wie Richard Freitag wieder einen Schritt nach vorne machen kann. Das ist die Hoffnung, aber leicht ist es nicht."

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