am 03.06.2019

FIS Kalenderkonferenz Dubrovnik

Kalenderkonferenz Dubrovnik

Die traditionelle FIS-Frühjahrtagung fand am vergangenen Wochenende im kroatischen Dubrovnik statt.

In der kroatischen Hafenstadt Cavtat-Dubrovnik fand vergangene Woche die Kalenderkonferenz des Internationalen Skiverbandes FIS statt. Vertreter aus Organisationskomitees, nationalen Verbänden und der FIS trafen sich zu den Komitee-Sitzungen der verschiedenen Disziplinen, zu dem auch alle Weltcup-Veranstalter eingeladen waren. Eine umfangreiche Agenda mit Vorschlägen der Technischen Komitees der FIS, FIS-Weltcup-Kalendern und Regelaktualisierungen, Governance-Angelegenheiten, Berichten der Organisationskomitees der FIS-Weltmeisterschaften und der Olympischen Winterspiele sowie der Ernennung von Technischen Offiziellen wartete auf die Teilnehmer.

In der Wintersaison 2020/2021 finden in Oberstdorf neben dem traditionellen Auftaktspringen der Vierschanzentournee (28./29.12.2019) auch das sogenannte Nordic Weekend mit zwei Weltcup-Veranstaltungen im Langlauf (25.01.2020 Oberstdorf Skiathlon C/F, 26.01.2020 Oberstdorf Sprint C) und der Nordischen Kombination (25.01.2020 Oberstdorf HS 137/Team, 26.01.2020 Oberstdorf HS 137/Ind. Gundsen 10km) statt. Auch die Skisprung Damen sind wieder am 01.02./02.02.2020 zu Gast in Oberstdorf (HS 137 Individual).

Was das Skispringen betrifft, wurden zwei wichtige Änderungen vom Council beschlossen: In Zukunft wird im Weltcup der Damen ein Preisgeld von 25.194 Franken ausbezahlt. Eine weitere Neuerung betrifft das Wettkampfmanagement bei Großereignissen. Bei Olympischen Winterspielen und Nordischen Weltmeisterschaften werden zwei Assistenten des Technischen Delegierten zum Einsatz kommen. Im Weltcup bleibt es, wie bisher, bei einem TD-Assistenten. Wie bereits während des vergangenen Winters bekanntgegeben wurde, wird die Saison 2020/21 die letzte für Walter Hofer als FIS Renndirektor sein. Sein Nachfolger wird der Italiener Sandro Pertile, der über große Erfahrung als Technischer Delegierter und als Organisator von Olympischen Winterspielen, Weltmeisterschaften und Weltcups verfügt.

Die Kalenderkonferenz hat auch für zwei besondere Änderungen im Skilanglauf Weltcup-Programm der kommenden Saison gesorgt. So wird das Finale der Tour de Ski hinauf zur Alpe Cermis nicht mehr als Jagdstart sondern als Massenstart ausgetragen. Zweite Neuerung ist die Austragung einer Mixed-Staffel als letztes Rennen der Saison. In Canmore (Kanada) starten zwei Damen und zwei Herren über 4×5 Kilometer. Wie bei der traditionellen Staffel werden die ersten beiden Teilstrecken klassisch und die letzten beiden Strecken im freien Stil absolviert. Noch nicht offiziell bestätigt wurde, dass 2021 der 30er und 50er am Holmenkollen wieder im Einzelstart ausgetragen werden soll.

Immer wieder für Diskussionen sorgte in den letzten Jahren die Verteilung des Preisgeldes. Nachdem es vor zwei Jahren zu einer Umverteilung kam und nicht mehr die Top-10 sondern die Top-20 profitierten, äußerten sich einige Athleten negativ gegenüber den geringeren Prämien für die Sieger. Die Athletenvertreter Virginia de Martin Topranin und Martti Jylhä brachten
deshalb den Vorschlag ein, das Preisgeld um 5.000 Schweizer Franken pro Rennen zu erhöhen. Dies wurde zwar abgelehnt, aber es soll nun evaluiert werden, wie eine Erhöhung ausfallen soll ohne die Organisatoren finanziell mehr zu belasten.

Umfangreich diskutiert wurde auch der ständig steigende Aufwand, der mit der Auswahl und Präparation des Skimaterials einhergeht. Deshalb soll es erneut Änderungen bezüglich des Zutritts zu den Strecken zum Skitesten geben. Dazu wird ein detaillierter Zutrittsplan erarbeitet. Noch keine Entscheidung gefallen ist bezüglich weiterer Beschränkungen. So stand ein Verbot von mobilen Schleifmaschinen zur Diskussion. Zudem könnten die Strecken von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zukünftig bereits ein Jahr im voraus für Testläufe und Skitests geschlossen werden.
Aber auch über die Größe der Wachstrucks und eine Limitierung deren Stromversorgung wurde gesprochen.

Neben den Sitzungen nutzte die SCO/SVG-Delegation auch die Gelegenheit für viele Gespräche im Hinblick auf die FIS Nordische Ski-WM 2021. Beim traditionellen Herbsttreffen Anfang Oktober in Zürich werden dann noch die letzten Details für den Winter besprochen, ehe der Startschuss für den kommenden Weltcupwinter fallen wird.